170 Drohnen eingesetzt

Schwerer Schlag im Ukraine-Krieg: Russland setzt Drohnen ein – Verluste gemeldet

Ein russischer Soldat blickt auf ein Feuer in der Region Luhansk (Symbolbild).
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Ein russischer Soldat blickt auf ein Feuer in der Region Luhansk (Symbolbild).

Im Ukraine-Krieg ist es erneut zu Drohnen-Angriffen gekommen. Kiew setzt auf Schläge gegen Ziele in Russland. Putins Verluste im Krieg sind aber hoch.

Kiew – Der Ukraine-Krieg wird weiterhin mit aller Härte geführt. Auf beiden Seiten sind aktuell die Verluste im Ukraine-Krieg weiter hoch. Jüngste Berichte legen nahe, dass Wladimir Putin binnen 24 Stunden bis zu 1300 Soldaten verloren haben soll. Doch unbeirrt von diesen Meldungen setzt Russlands Armee die Angriffe in der Ostukraine fort. Im Zentrum von schweren Attacken stand nun die Oblast Saporischschja. Wie die Militärverwaltung der Region bekannt gab, haben die russischen Streitkräfte mit 329 Angriffen insgesamt 13 Siedlungen ins Visier genommen. Drohenschläge spielten bei dem Vorfall im Ukraine-Krieg dabei eine große Rolle.

Schwere Kämpfe im Ukraine-Krieg: Russland greift mit Drohnen an

Wie Ivan Fedorov, der Leiter der Militärverwaltung, mitteilte, setzten Russlands Soldaten bei den Angriffen im Ukraine-Krieg etwa 170 Drohnen mit unterschiedlichen Modifikationen ein. Zudem kam es zu mindestens sieben Luftangriffen auf Saporischschja, Mala Tokmachka und Novodarivka. Unterstützt wurden die Angriffe durch schweres Artilleriefeuer. Mindestens 130 Geschosse wurden registriert. „Wir haben 99 Berichte über die Zerstörung von Wohngebäuden und Infrastruktur erhalten“, teilte Fedorov mit.

Doch nicht nur im Süden setzt Russland seine Angriffe im Ukraine-Krieg fort. Wie die ukrainische Luftwaffe schreibt, wurden in der Nacht auf den 13. Oktober 31 russische Loitering-Munition-Raketen abgeschossen. Demnach wurden die Vorfälle in den Oblasten Kiew, Poltawa, Tschernihiw, Sumy und Tscherkassy gemeldet.

Ukraine greift im Krieg Ziele in Russland an – Verluste für Putin hoch

Die ukrainischen Streitkräfte setzen indes ihre Angriffe auf Ziele in Russland ebenfalls fort. Der Oberkommandierende der Streitkräfte, Olexander Syrskyj, lobte dieses Vorgehen in den sozialen Netzwerken und sprach von den Erfolgen beim Einsatz von Drohnen gegen militärische Ziele auf russischem Staatsgebiet. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über zerstörte Munitions- und Treibstofflager gegeben.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Seit August hat Kiews Armee vermehrt Ziele in Russland ins Visier genommen. Mindestens sechs große Lager seien seitdem mit Drohnen getroffen worden, berichtet der Auslandssender Freedom. In den Gebieten Twer und Krasnodar seien zwischen 66 und 93 Prozent der Munitionsvorräte vernichtet worden. Zerstört worden seien auch Lieferungen aus dem Iran und Nordkorea, hieß es weiter. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

„Partner verstehen die Logik des Plans“: Ukraine hofft im Krieg gegen Russland auf „Siegesplan“

Angesichts der gegenwärtigen Lage im Ukraine-Krieg erhofft sich die Ukraine derweil nach der Vorstellung ihres „Siegesplans“ im Krieg gegen den Angreifer Russland rasche Zusagen des Westens für die geforderte Militärhilfe. Die Ukraine hofft weiter auf ein Ende des Ukraine-Kriegs. Es gehe hier nicht um Tage, sondern um Stunden, sagte der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, im ukrainischen Fernsehen. „Unsere Partner verstehen die Logik des Plans“, sagte er.

Details zum Plan sind bisher nicht der Öffentlichkeit präsentiert worden. Bekannt ist, dass die Ukraine vom Westen eine Freigabe von Langstreckenwaffen für Schläge gegen militärische Ziele weit im russischen Hinterland fordert. Die ukrainische Führung hat immer wieder erklärt, dass es darum gehen müsse, das Militär der Atommacht Russland zu zerstören, damit es nie wieder ein anderes Land angreifen könne. (fbu/dpa)

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