Regierung steht offenbar
Schwarz-rot einigt sich auf neues Kabinett: Mehrere Minister-Überraschungen
Eine Ministerliste für das neue Merz-Kabinett kursiert. Es gibt mehrere überraschende Namen für die Schlüsselrollen im Kabinett.
Update: Inzwischen haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD Inhalte zum Koalitionsvertrag vorgestellt. Aus dem Koalitionsvertrag geht hervor, dass die CDU neben dem Bundeskanzler sieben weitere Ministerien besetzt: der Chef des Bundeskanzleramts sowie Wirtschaft–, der Außen–, Bildung–, Gesundheit–, Verkehrs– und Digitalisierungsminister sollen allesamt von der CDU kommen. Laut des Koalitionsvertrags erhält die SPD sieben Ministerien. Neben den Verteidigungs–, Finanz– und Wirtschaftsministerien erhält die SPD auch das Justiz–, Arbeits–, Umwelt– und Bauministerium.
Die CSU stellt in der schwarz-roten Regierung drei Ministerien. Söders Partei besetzt den Innenminister und das Forschung– sowie Ernährungsministerium. Details zu Ministernamen sind noch unklar.
Erstmeldung: Berlin – Noch am Mittwoch wollen CDU-Chef Friedrich Merz und SPD-Chef Lars Klingbeil einen Koalitionsvertrag vorstellen. Dann wird auch die Frage umso relevanter, wer die politischen Projekte der neuen Regierung leiten soll. Wer wird Minister in der neuen Regierung von Merz?
Informationen von Wa.de aus Unionskreisen vom Mittwochmittag (9. April) legen nahe, dass die Ministerien folgendermaßen verteilt werden könnten. Bei anderen Medien werden teilweise noch andere Personalien und Verteilungen genannt:
- Wirtschaftsminister: Carsten Linnemann (CDU)
- Finanzminister: Lars Klingbeil (SPD)
- Innenminister: Alexander Dobrindt (CSU)
- Arbeitsministerin: Bärbel Bas (SPD)
- Verteidigungsminister: Boris Pistorius (SPD)
- Infrastrukturministerium: Ina Scharrenbach (CDU)
- Gesundheitsminister: Tino Sorge (CDU)
- Umweltminister: Andreas Jung (CDU)
- Außenminister: Johann Wadephul (CDU)
- Familienministerin: Silvia Breher (CDU)
- Digitalministerin: Kristina Sinemus (CDU)
- Justizministerin: Sonja Weichwede (SPD)
- Forschungsministerin: Dorothee Bär (CSU)
- Landwirtschaftsministerin: Michaela Kaniber (CSU)
- Entwicklungshilfeministerin: Svenja Schulze (SPD)
- Vorsitzender CDU/CSU-Bundestagsfrasktion: Jens Spahn (CDU)
- Chef des Bundeskanzleramts: Thorsten Frei (CDU)
SPD und Union verteilen Ressorts – wer wird Minister und Ministerin im neuen Kabinett?
Am Mittwochvormittag, dem 9. April, wurde bereits bekannt, dass die SPD in der schwarz-roten Koalition voraussichtlich sowohl das Finanz- als auch das Verteidigungsministerium übernehmen wird, wie das Magazin Politico berichtete. Dass das Finanzministerium offenbar an die SPD geht, wird als Überraschung angesehen. Lars Klingbeil (SPD) gilt als der wahrscheinlichste Kandidat für das Amt des Finanzministers.
Aktuelle Berichte der Bild am Mittwochvormittag deuten auch schon darauf hin, dass die CDU/CSU das Innen- und das Außenministerium übernehmen wird. Für Merz ist das Innenministerium von zentraler Bedeutung, um die von ihm versprochene Migrationswende umzusetzen. Sollte die Union tatsächlich das Außenministerium erhalten, wäre dies das erste Mal seit 60 Jahren.
Merz und Klingbeil planen wohl mit 17 Ministerien – Verteilung zwischen CDU, CSU und SPD
Im Kabinett von Merz wird es neben dem Kanzleramt 17 Ministerien geben. Die CDU erhält sieben Ministerien, die SPD fünf ebenfalls sieben und die CSU, die bayerische Schwesterpartei der CDU, drei. Dass die SPD trotz ihres Wahlergebnisses von nur 16 Prozent sieben Ministerien erhält, ist überraschend und darf Lars Klingbeil als Erfolg für sich verbuchen.
| Mögliche Ministerien in einer Regierung von Merz | Anzahl |
|---|---|
| Zahl der Ministerien | 17 |
| Ministerien für die CDU | 7 |
| Ministerien für die SPD | 7 |
| Ministerien für die CSU | 3 |
Die Chefverhandler der Parteien entscheiden gemeinsam über die Anzahl und Art der Ministerien. Möglicherweise wird bereits am Mittwoch, dem 9. April, ein Ergebnis präsentiert. Welche Personen konkret von der SPD, CDU und CSU Minister oder Ministerin werden, entscheidet jede Partei für sich.
Merz muss bei Wahl der Minister und Ministerinnen auf viele Faktoren achten
Merz und Klingbeil müssen bei der Auswahl der Minister und Ministerinnen auf verschiedene Faktoren achten. Neben der Fachkompetenz ist es wichtig, sowohl Frauen als auch Männer ins Kabinett zu berufen. Zudem müssen Union und SPD einen gewissen Proporz der Bundesländer berücksichtigen.
Bei der CDU gibt es derzeit einen Überschuss an Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen für Ministerposten, darunter Carsten Linnemann, Thorsten Frei, Armin Laschet und Jens Spahn. Um Spannungen innerhalb der Partei zu vermeiden, muss Merz auch Politiker aus anderen Regionen Deutschlands berücksichtigen, insbesondere aus Ostdeutschland.
Ähnlich ergeht es Klingbeil bei der SPD: Viele potenzielle Minister stammen aus Niedersachsen, darunter Klingbeil selbst, Boris Pistorius, der derzeitige Arbeitsminister Hubertus Heil und SPD-Generalsekretär Matthias Miersch.
Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit




Johann Wadephul wird neuer Außenminister – Amt nach 16 Jahren wieder bei der CDU
Johann Wadephul (CDU), ein enger Vertrauter von Merz und derzeit für Verteidigung und Außenpolitik in der Unionsfraktion zuständig, galt schon zuvor neben Armin Laschet als Favorit für das Außenministerium. Auch Michaela Kaniber von der CSU wurde als neue Landwirtschaftsministerin genannt. (smu)
Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa
