Zuletzt stand sie in der Kritik

Sahra Wagenknecht will nicht mehr für Linke kandidieren – sie deutet Politik-Aus an

Sahra Wagenknecht wird nicht mehr für die Linkspartei kandidieren. Nach Ablauf ihrer Legislaturperiode zieht sie sich möglicherweise sogar aus der Politik zurück.

Berlin / München - Sahra Wagenknecht und die Linke gehen getrennte Wege. Die Bundestagsabgeordnete will nicht mehr für die Linke kandidieren. Der Rheinpfalz sagte die 53-Jährige: „Eine erneute Kandidatur für die Linke schließe ich aus.“ Sie wolle sich nach Ablauf der Legislaturperiode entweder aus der Politik zurückziehen und als Publizistin und Buchautorin arbeiten, „oder es ergibt sich politisch etwas Neues“.

Sahra Wagenknecht
Geburtstag/-ort: 16. Juli 1969 in Jena
Beruf: Politikerin, Buchautorin
Bundestagsabgeordnete: Seit 2009
Mitglied des Europäischen Parlaments: 2004 bis 2009

Gründet Sahra Wagenknecht eine neue Partei? „Wird diskutiert“

Doch wie geht es mit Wagenknecht weiter? Auf eine mögliche Parteineugründung angesprochen, sagte die Politikerin lediglich: „Darüber wird an vielen Stellen diskutiert.“ Es sei nach ihrer Beobachtung ein Problem, dass sich viele Menschen im heutigen Parteienspektrum von niemandem mehr wirklich vertreten fühlten.

Bald nicht mehr Linken-Politikerin: Sahra Wagenknecht.

Wagenknecht sitzt für die Linkspartei seit 2009 im Bundestag. Von 2015 bis 2019 war sie Co-Vorsitzende der Fraktion ihrer Partei. Aktuell hat sie ein Abgeordnetenmandat über die NRW-Landesliste. Zuletzt war Wagenknecht innerhalb und außerhalb der Linkspartei für das „Manifest für Frieden“ kritisiert, das sie mit der Publizistin Alice Schwarzer verfasste, ebenso wie für eine große Demonstration in Berlin. Wagenknecht und Schwarzer sprachen sich gegen Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine aus, seit Februar des Vorjahres von Russland angegriffen wird. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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