Neue Aufgaben im Ausland möglich

Gruppe Wagner jetzt in Putins Nationalgarde? Ein Ziel scheint klar

Der russische Präsident hält eine Rede in einer Stadt nahe Moskau.
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Putin stärkt seine Kontrolle über die Söldnertruppe-Wagner. (Archivfoto)

Im Juni 2023 wollte die Privatarmee Putin stürzen – jetzt integriert er Kampfeinheiten der Wagner-Söldnertruppe in die russische Nationalgarde.

Moskau – Russland stärkt seinen Einfluss auf die Söldnertruppe Wagner. Drei frühere Kampfeinheiten von Wagner würden in das ersten Freiwilligenkorps der russischen Nationalgarde integriert, teilte das britische Verteidigungsministerium am Donnerstag (1. Februar) auf X (früher Twitter) mit.

Die Integration der Wagner-Kampfeinheiten deute darauf hin, dass die Privatarmee erfolgreich der russischen Nationalgarde unterstellt worden ist. Der russische Staat erhalte so mehr Befehlsgewalt und Kontrolle über die Gruppe.

Russland könnte Wagner-Kämpfer in der Ukraine und Afrika einsetzen

Am 25. Dezember hatte Wladimir Putin laut den Briten ein Dokument unterschrieben, das der Nationalgarde (Rosgvardia) die Gründung von Freiwilligentrupps erlaubt. Diese sollen wahrscheinlich in der Ukraine und in verschiedenen afrikanischen Ländern eingesetzt werden. Die Rosgvardia soll Freiwilligen verschiedene Verträge anbieten: sechs Monate für die Ukraine, neun Monate für Einsätze in Afrika.

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine war die Privatarmee immer wieder im Fokus internationaler Berichterstattung. Lange kämpfte Wagner an der Seite der regulären russischen Truppen in der Ukraine, bis Anführer Jewgeni Prigoschin im Juni 2023 einen Putschversuch anzettelte – und scheiterte. Wenige Wochen später kam Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. (lm)

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