Ukraine-Krieg

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört im Krieg 8000 Luftziele – Kampfjets und Hubschrauber betroffen

Ukraine - Der schwere Weg nach vorn
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Russland erleidet im Ukraine-Krieg weiter hohe Verluste. (Symbolbild)

Die anhaltenden Kämpfe im Ukraine-Krieg haben zu erheblichen Verlusten des russischen Militärs geführt. Auch die Luftstreitkräfte sind stark betroffen.

Kiew – Zum Tag der ukrainischen Luftwaffe am 4. August hat Generalleutnant Mykola Oleschtschuk, Kommandeur der ukrainischen Luftstreitkräfte Zahlen veröffentlicht, die die Herausforderungen und Erfolge der ukrainischen Luftwaffe seit Beginn des Ukraine-Kriegs dokumentieren sollen. Nach Angaben von Pravda berichtete Oleschtschuk von der Zerstörung von Hunderten russischen Kampfflugzeugen und Hubschraubern, sowie Tausender Marschflugkörper und Drohnen durch die ukrainischen Streitkräfte. Seit Beginn der Invasion wurden über 8.000 feindliche Luftziele neutralisiert. Dabei haben ukrainische Piloten in dieser Zeit mehr als 20.000 Einsätze geflogen.

Verluste im Ukraine-Krieg: Wie die ukrainische Luftwaffe gegen russische Angriffe kämpft

„Der Kampf um den Himmel tobt weiter“, erklärte Oleschtschuk. „Der Feind greift uns rund um die Uhr mit Bomben und Raketen an, führt Luftaufklärung durch und startet jede Nacht Angriffe mit Drohnen. Die Luftwaffe wehrt Seite an Seite mit der Luftabwehr der gesamten ukrainischen Streitkräfte die Angriffe ab. Wir zerstören die Luftangriffsmöglichkeiten des Feindes so weit wie möglich, greifen den Feind aus der Luft an und halten die Stellung am Boden.“

Die ukrainischen Luftwaffenangehörigen hätten sich durch ihren Mut, ihre Professionalität und ihren Einfallsreichtum ausgezeichnet, insbesondere durch den geschickten Einsatz westlicher Waffen. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj würdigte die Arbeit der Luftwaffe und hob hervor: „Die Ukraine wehrt seit den ersten Tagen dieses Krieges russische Luftangriffe ab. Unsere Krieger haben Tausende russischer Raketen und Drohnen sowie Hunderte russischer Kampfflugzeuge und Hubschrauber zerstört.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Verluste für Russland: Aktuelle Zahlen zu Fahrzeugen, Fluggeräten und Ausrüstung im Ukraine-Krieg

Die Verluste des russischen Militärs an Fahrzeugen, Fluggeräten und Ausrüstungen im Krieg gegen die Ukraine sind hoch. Die folgende Liste ist ein Auszug aus den Zahlen, die das ukrainische Militär aktuell meldet (Stand: 4. August). Diese Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig prüfen. Russland gibtnur selten Auskunft über die eigenen Verluste im Krieg gegen das Nachbarland.

  • Panzer: 8411 (+5 zum Vortag)
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 16.255 (+17)
  • Artilleriesysteme: 16.276 (+59)
  • Mehrfachraketenwerfer: 1138 (+3)
  • Luftabwehrsysteme: 911 (+3)
  • Drohnen: 13.103 (+41)
  • Marschflugkörper: 2412 (+2)
  • Flugzeuge: 363
  • Tanklastzüge und andere Fahrzeuge: 22.006 (+80)

Ukraine-Krieg: F-16 Kampfjets für die Ukraine

Berichten zufolge hat die ukrainische Luftwaffe bereits erste Einsätze mit den neu gelieferten F-16-Kampfjets absolviert. Laut dem Telegraph wurden diese Jets bislang überwiegend für Aufgaben der Luftverteidigung genutzt. Präsident Selenskyj bestätigte am Sonntagnachmittag den Erhalt der ersten westlichen Kampfjets. Anfang Juli hatte ein Sprecher der Luftwaffe erklärt, dass Details zur Anzahl und Ankunft der F-16 aus Gründen der operativen Sicherheit vertraulich gehalten werden müssten.

Präsident Selenskyj und die ukrainische Regierung setzen große Hoffnungen in die F-16, die für ihre Präzision, Geschwindigkeit und Reichweite bekannt sind. Während die westlichen Verbündeten weniger als hundert dieser Kampfjets zugesagt haben, hält die ukrainische Führung etwa 130 für nötig, um die russische Luftverteidigung erheblich zu schwächen.

Ukraine stärkt ihre Luftwaffe mit F-16 – Kreml skeptisch gegenüber Wirkung der neuen Kampfjets

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zeigte sich jedoch skeptisch und erklärte, dass die F-16-Lieferungen keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschehen an der Front haben werden. „Die Anzahl dieser Flugzeuge wird nach und nach schwinden, sie werden abgeschossen“, sagte Peskow. „Es gibt kein magisches Allheilmittel“, das die ukrainische Luftwaffe bekommen könnte.

Die ukrainische Regierung steht vor der Herausforderung, die strategischen Lücken zu schließen und die Effektivität der Luftwaffe weiter zu steigern. Die anhaltenden Angriffe und die Luftüberlegenheit sind für die Ukraine von zentraler Bedeutung im laufenden Konflikt. Während die Debatte über die F-16-Kampfjets weitergeht, bleibt die ukrainische Luftwaffe ein entscheidender Bestandteil des Widerstands gegen die russische Aggression und ein Symbol für den fortwährenden Kampf um den Himmel über der Ukraine. (jal)

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