Özdemir: Grüne nicht mehr klein - aber fein

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Die Spitze der Grünen: Claudia Roth und Cem Özdemir

Leipzig/Berlin - Die Grünen im Bund werten die Wahl von Winfried Kretschmann zum ersten Ministerpräsidenten der Partei in Deutschland als Ereignis mit “historischer Dimension“.

Der Erfolg der grün-roten Regierung in Baden-Württemberg werde bundesweite Signalwirkung haben, sagte Parteichef Cem Özdemir der “Leipziger Volkszeitung“ (Donnerstagausgabe). “Das heißt auch, dass die Vorstellung von den kleinen, aber feinen Grünen vorbei ist. Das wird meine Partei verändern“, prognostizierte Özdemir. Zugleich riet er seiner Partei, weder übermütig zu werden, noch eine “virtuelle Debatte“ über einen Bundeskanzler der Grünen zu führen.

Grüne: Das wurde aus den Gründungsmitgliedern

Die Grünen: Das wurde aus den Gründungsmitgliedern

Denkt man an die Grünen, werden rasch die Namen wie Joschka Fischer oder Daniel Cohn-Bendit genannt. In der Gründerzeit der Ökopartei spielten aber ganz andere Protagonisten eine Rolle. Nachfolgend eine Übersicht über den Werdegang ausgewählter Grünen-Politiker früher Tage (Bild vom Gründungsparteitag in Karlsruhe am 13. Januar 1980):
Rudolf Bahro: Der Sozialwissenschaftler und Schriftsteller war einer der Mitbegründer der Grünen und erst kurz vorher aus der DDR in die Bundesrepublik gekommen.
Einer breiten Öffentlichkeit war er durch sein Werk “Die Alternative“ bekanntgeworden, das an den Grundfesten der SED rüttelte und ihm eine mehrjährige Haftstrafe einbrachte.
Dem Bundesvorstand der Grünen gehörte er von 1982 bis 1984 an, verließ die Partei aber 1985 bereits wieder. Bahro war danach weiter als Schriftsteller und Wissenschaftler tätig. Er starb 1997 im Alter von 62 Jahren in Berlin.
Die Grünen: Das wurde aus den Gründungsmitgliedern

Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, zeigte sich zuversichtlich, dass die Regierungsverantwortung in Baden-Württemberg die Wirtschaftskompetenz seiner Partei stärken wird. Über ein Drittel der Selbstständigen hätten im Südwesten die Grünen gewählt, sagte Trittin im RBB-Inforadio. Trittins Ko-Vorsitzende Renate Künast bezeichnete den Donnerstag im Deutschlandradio Kultur als “Tag großer Freude“ für die Grünen.

dapd

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