Model macht Drohung wahr

Neue Stufe der Peinlichkeit: Stormy Daniels spricht über pikantestes Trump-Detail

Stormy Daniels.
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Stormy Daniels.

Donald Trump erlebt den nächsten peinlichen Eklat: In einem Interview lässt sich seine vermeintliche Ex-Affäre Stormy Daniels zu äußerst expliziten Aussagen herab.

New York - Lange hatte Stormy Daniels im Streit mit US-Präsident Donald Trump gedroht: Sie werde alle Details auspacken, sagte das Erwachsenen-Film-Sternchen. Und erst kürzlich hatte ihr Anwalt Michael Avenatti vorausgesagt, die Affäre werde den Präsidenten zu Fall bringen: "Er wird gezwungen sein, letztlich zurückzutreten", sagte er dem Sender CNN.

Nun kam es, wie es kommen musste. Daniels hat in einem Interview mit dem Herren-Magazin Penthouse ernst gemacht und intime Eindrücke von Trump geschildert. 

Ob die Schilderungen wahr sind - Trump bestreitet eine Liaison mit Daniels - ist weiter unklar. Unstrittig dürfte sein, dass die von verschiedenen US-Medien aufgegriffene Veröffentlichung die Würde des US-amerikanischen Präsidentenamtes nicht gerade stärken wird. Sowohl Trumps berühmt-berüchtigte Haarpracht als auch das Geschlechtsteil des US-Präsidenten macht die 39-Jährige darin zum Thema.

„Ungefähr wie bei einem betrunkenen Kakadu“

Nicht alle Details fielen zu Trumps Nachteil aus. Freuen könnte den US-Präsidenten etwa Daniels Einschätzung in Frisur-Fragen. „Nein, es ist echt“, sagte Daniels zu Donald Trumps Haar. Zum Fremdschämen geeignet ist allerdings schon die folgende Interview-Passage.

Politiker und ihre Affären

Silvio Berlusconi - wo sollen wir da anfangen? Der italieniesche Ministerpräsident ist der Skandalumwittertste Europas, schöne Frauen haben es ihm einfach angetan. Seine Frau Veronica hat die Nase jetzt voll und lässt sich scheiden.
Uwe Barschel: Die Affäre Barschel endete 1987 mit dem Tod des CDU-Politikers in einer Hotel-Badewanne. Barschel stellte damals den Medienreferenten Reiner Pfeiffer ein, der gegen die politischen Gegner agierte und musste sich gegen die Vorwürfe deswegen wehren. Die Umstände seines Todes sind nicht geklärt. Nach dem Tod Barschels erhielt Pfeiffer von dem SPD-Landesvorsitzenden Günther Jansen 50.000 DM in bar. Björn Engholm, Nachfolger Barschels als Ministerpräsident und SPD-Bundesvorsitzender trat 1993 deswegen zurück.
Frank Bsirske, Verdi-Chef und Lufthansa-Aufsichtsrat, flog mit eben dieser Airline kostenlos in der ersten Klasse in de Südsee. Das ganze flog auf und Bsirske wollte die Tickets anschließend bezahlen.
Monica Lewinsky hatte was mit Bill Clinton. Die Praktikantin und der Präsident hatten allerdings nur Oralsex, wie Clinton unter dem Druck der Öffentlichkeit schließlich zugab.
Politiker und ihre Affären

„Und es flattert so herum, während er auf Ihnen liegt?“, forscht der Journalist des Penthouse in Sachen Präsidenten-Haar weiter. „Ja, das ist wahr“, antwortet die Mimin aus dem schlüpfrigen Business. „Ungefähr so wie bei einem betrunkenen Kakadu.“

Daniels behauptet: „Ich will niemanden beschämen“

Auch die expliziteste und womöglich unvermeidliche Frage fällt in dem Gespräch: Die nach Trumps Gemächt. Es dürfte das erste Mal seit der Affäre um Bill Clinton und Praktikantin Monica Lewinsky sein, dass das Geschlechtsteil des US-Präsidenten zum großen Thema in der Öffentlichkeit wird.

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„Was denken Sie?“, antwortet Daniels noch mehr oder minder diplomatisch auf die Frage, ob der Sex mit Trump gut gewesen sei. Etwas deutlicher wird sie bei der folgenden Frage. „Und sein Geschlechtsteil war nicht groß?“, bohrt der Interviewer des Magazins nach. „Ja“, antwortet die Schauspielerin nur.

Mit der Größe von Trumps - einem gängigen Gag zufolge außergewöhnlich kleinen - Händen wollte Daniels das gute Stück aber nicht vergleichen. „Ich will niemanden beschämen“, gibt sie zu Protokoll.

Bizarrer Streit könnte für Trump ernste Konsequenzen haben

Dafür dürfte es gleichwohl längst zu spät sein - und der Satz eher eine maliziös-süffisante Behauptung als Daniels‘ voller Ernst. Mit dem Interview will Daniels wohl weiter den Druck auf den US-Präsidenten erhöhen. Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte 2006 nach eigener Aussage Sex mit Donald Trump - kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet das.

Sein Anwalt Michael Cohen hat allerdings zugegeben, Clifford kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 aus eigener Tasche 130.000 Dollar gezahlt zu haben. Er erklärte, die Trump Organisation und Trumps Wahlkampflager seien weder direkt noch indirekt an der Zahlung beteiligt gewesen und hätten ihn auch nicht dafür entschädigt. Nach Cliffords Darstellung handelte es sich um Schweigegeld.

So schlüpfrig bis banal das Thema ist, es könnte für Trump zu einem ernstlichen Ärgernis werden. Am 9. April durchsuchte das FBI das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer Cohens. Dabei beschlagnahmten die Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung. Trump selbst hat unterschiedliche Versionen zu dem fragwürdigen Vorgang präsentiert.

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mm/tz (mit dpa/AFP)

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