Viele Namen im Umlauf

Termin für Merz‘ Minister-Liste steht fest – wer für welchen Posten gehandelt wird

Friedrich Merz soll bald zum Bundeskanzler gewählt werden. Sein Kabinett steht offenbar bereits. Die Namen für die Ministerposten sollen bald verkündet werden.

Berlin – Die CDU plant, zu Beginn der Woche die ersten Mitglieder ihres Kabinetts zu präsentieren. „An diesem Montag ist nicht nur unser kleiner Parteitag, auf dem wir über den Koalitionsvertrag abstimmen“, erklärte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Friedrich Merz wird auch unsere Ministerinnen und Minister vorstellen.“

Laut Koalitionsvertrag darf die CDU, ebenso wie die SPD, sieben der insgesamt 17 Kabinettsmitglieder benennen und stellt zudem den Kanzler. Die CSU erhält in der schwarz-roten Koalition drei Ministerien. Außerdem wird die CDU den Chef des Bundeskanzleramts stellen. Im neuen Merz-Kabinett werden folgende Ministerien der CDU zugeordnet:

  • Außenministerium
  • Wirtschaftsministerium
  • Gesundheitsministerium
  • Verkehrsministerium
  • Bildungs- und Familienministerium
  • Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung

Merz stellt Kabinett mit Ministern vor – SPD nennt Minister und Ministerinnen erst später

Carsten Linnemann organisiert als CDU-Generalsekretär den kleinen Parteitag in Berlin, der offiziell als Bundesausschuss bezeichnet wird. Die Zustimmung der Delegierten zum Koalitionsvertrag gilt als sicher. Die CSU hat den Vertrag bereits durch ihre Parteigremien gebilligt. Bei der SPD läuft das Mitgliedervotum über den Vertrag noch bis einschließlich Dienstag. Daher wird die SPD ihre Ministerinnen und Minister später als die CDU bekanntgeben.

Wer bekommt einen Posten in der neuen Regierung? Friedrich Merz (CDU, von hinten) mit (v.l.) Karl Lauterbach, Alexander Dobrindt, Boris Pistorius und Lars Klingbeil.

Wer wird Minister und Ministerin im Merz-Kabinett? Namen kursieren bereits

Für das Wirtschaftsministerium war Jens Spahn zeitweise im Gespräch, jedoch soll er laut Merkur.de von IPPEN.MEDIA die neue Bundestagsfraktion seiner Partei leiten. Carsten Linnemann wurde ebenfalls als Wirtschaftsminister gehandelt, entschied sich jedoch, Merz‘ Generalsekretär zu bleiben. Weitere mögliche CDU-Kandidaten für das Wirtschaftsministerium sind Andreas Jung, Rainer Haseloff, Gitta Connemann, Tanja Gönner und Michael Kretschmer.

Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit

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Wen holt Friedrich Merz in sein Kabinett? Diese Minister stehen bereit

Johann Wadephul gilt als vielversprechender Kandidat für das Amt des Außenministers. Auch Armin Laschet wurde für diesen Posten in Erwägung gezogen.

Bei der CSU werden bereits Namen für mögliche Ministerposten diskutiert: Alexander Dobrindt könnte neuer Innenminister werden, Michaela Kaniber ist für das Landwirtschaftsministerium im Gespräch und Dorothee Bär für das Forschungsministerium. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Hier ein Überblick der Namen, die für einen Ministerposten im Gespräch sind:

MinisteriumKandidaten
AußenministerJohann Wadephul, Armin Laschet (CDU)
Wirtschaftsminister/inAndreas Jung, Rainer Haseloff, Michael Kretschmer, Gitta Connemann, Tanja Gönner (CDU)
InnenministerAlexander Dobrindt (CSU
LandwirtschaftsministerinMichaela Kaniber (CSU)
Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU)

Die SPD wird die Vergabe der Ministerien erst nach Abschluss der Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag vornehmen. Erste Namen für die SPD-Ministerien werden am Mittwoch erwartet.

SPD-Chef Lars Klingbeil äußerte gegenüber der Süddeutschen Zeitung am Freitag, dass keine Ministerämter vergeben werden könnten, bevor nicht feststehe, dass eine Regierung gebildet werde. „Wenn das Ergebnis des Mitgliedervotums da ist, machen wir uns an die personelle Aufstellung – spätestens am 5. Mai wird es von unserer Seite Klarheit geben“, sagte der Sozialdemokrat.

Am darauffolgenden Tag soll CDU-Chef Friedrich Merz vom Bundestag zum Kanzler gewählt werden. Danach würden die Ministerinnen und Minister ernannt und vereidigt.

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

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