Bandenkriminalität
Keine Spur von Bullerbü: Wo Kinder in Schweden morden
VonPeter Siebenschließen
In Schweden kommt es immer öfter zu tödlichen Schießereien zwischen Drogengangs. Täter und Opfer sind oft noch Kinder.
Schießereien sind in manchen schwedischen Orten an der Tagesordnung. Vor allem in den Randbezirken der schwedischen Hauptstadt Stockholm eskaliert die Gewalt zwischen Drogen-Branden. Jedes Jahr sterben Dutzende Menschen, die Mordrate ist so hoch wie in keinem anderen westeuropäischen Land. In sogenannten „gefährdeten Gebieten“ patrouillieren Polizisten inzwischen Tag und Nacht. Die schwedische Presse schrieb vor einigen Jahren von „No-Go-Areas“ – und in der Tat gehören die Bezirke zu den Orten, die Touristen bei einer Schwedentour eher meiden.
Die schwedische Polizei hört den Begriff allerdings nicht gern, die Behörden sprechen von „priorisierten Gebieten“. Die Botschaft: Wir sorgen hier wieder für Recht und Ordnung. Bei den Bewohnern komme das gut an, heißt es bei der Polizei. Die Gangs heuern derweil unter anderen in den Sozialen Medien immer jüngere Mitglieder an, die die Drecksarbeit erledigen sollen, manche sind noch Kinder. Mit neuen Repressions- und vor allem Präventiv-Projekten will Schweden das Problem nun endlich in den Griff bekommen.
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