„Schwer zu akzeptieren“

Russischer Blogger nennt neue Details: Putins Krim-Flotte kann sich kaum gegen Ukraine verteidigen 

Russlands Schwarzmeerflotte wurde durch ukrainische Angriffe empfindlich getroffen - die Konsequenz waren Truppenverlegungen. Dies stößt vielen Russen sauer auf.

Moskau - Ein prominenter russischer Blogger kommentierte in einem Telegram-Posting den Rückzug der russischen Schwarzmeerflotte. Er bezeichnet die Situation als ärgerlich. Darüber berichtet unter anderem der Business Insider.

Kriegs-Blogger: „Marine kann Sicherheit nicht vollständig garantieren“

Der anonyme Blogger „Rybar“ ist für seine Kriegs-befürwortenden Beiträge bekannt. Kürzlich sorgte er mit einem bemerkenswerten Posting für Aufsehen. Er räumte ein, dass die Schwarzmeerflotte sich nicht länger gegen die Ukraine verteidigen könne und ein Rückzug die klügste Option darstelle. In einem Telegram-Beitrag betonte er, dass dies eine schwer zu schluckende Pille sei.

Wladimir Putin schickt seine Schwarzmeerflotte zu neuen Ufern - ein russischer Blogger kommentiert die Aktion.

„Auch wenn es schwer zu akzeptieren ist, kann die Schwarzmeerflotte ihre Sicherheit jetzt nicht vollständig garantieren“, schrieb der Blogger. „Solange der Feind Zugang zum Meer hat und die NATO-Luftwaffe Drohnen und Raketen über das Meer lenkt, bleibt die Gefahr bestehen.“

Ukraine-Krieg: Eine Reihe von erfolgreichen ukrainischer Offensiven

Rybar erwähnte dabei mehrere erfolgreiche Angriffe der Ukraine auf die russische Schwarzmeerflotte. Als Reaktion darauf verlegte Russland viele seiner Schiffe von der Basis in Sewastopol in sicherere Regionen. Analysen von Satellitenbildern der letzten Woche, durchgeführt vom US-amerikanischen Think-Tank „Institute for the Study of War“, zeigten, dass mindestens zehn russische Schiffe in den Hafen von Noworossijsk verlegt wurden. Andere Kriegsschiffe nahmen Kurs auf Feodosia, einen Hafen an der Ostseite der Krim.

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Unter den verlegten Schiffen befanden sich u.a. die Fregatten Admiral Makarow und Admiral Essen. Auch Angriffs-U-Boote der Kilo-Klasse und Patrouillenboote werden in Zukunft an anderen Standorten platziert werden.

Blogger Rybar: Rückzug sei „völlig vernünftig“

Gleichzeitig versuchte der russische Blogger, den Rückzug herunterzuspielen. Der Rückzug sei „völlig vernünftig“. „Russland könne immer noch vom Meer aus Raketen auf die Ukraine abfeuern. Und die Krim sei immer noch in russischer Hand und nicht unsicherer geworden“, so Rybar.

Internationale Kriegsbeobachter schätzen die Lage aber anders ein. In einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums hieß es am Montag, die Bedrohung durch die Ukraine hätte Russland dazu veranlasst, seine militärischen Operationen zu verlagern. Obwohl die russische Seemacht der ukrainischen weit überlegen ist, hat Russland Schwierigkeiten, sich gegen die ukrainischen Seedrohnen und Marschflugkörper zu wehren. (MaKu)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Alexander Demianchuk

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