Ukraine-Krieg
„Ist erst der Anfang“: Putin-Sprecher lobt Beziehungen zu Trump
Sind Russland und die USA auf Annäherungskurs? Der politische Wille ist aus Sicht des Kreml sowohl bei Trump als auch bei Putin da.
Moskau – Im Februar hatten der US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. In dem Gespräch vereinbarten sie, die Beziehungen zwischen Russland und den USA wieder aufzunehmen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete das lediglich als „Anfangsphase“ – aber als „konstruktiv genug“.
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Beziehungen zwischen Russland und USA: „Politischer Willen in diese Richtung“
Der Weg zur Aufnahme bilateraler Beziehungen zwischen Russland und den USA werde ziemlich lang und schwierig sein, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei einem Pressetermin am Montag (10. März), wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Die beiden Länder befänden sich laut Peskow „in der Anfangsphase des Weges zur Wiederherstellung unserer bilateralen Beziehungen. Der vor uns liegende Weg ist ziemlich lang und schwierig“. Doch die beiden Präsidenten Trump und Putin hätten „ihren politischen Willen in diese Richtung bekundet.“
Obwohl die Präsidenten der USA und Russlands lediglich ein Telefongespräch geführt hätten, sei dieses „konstruktiv genug gewesen, um im Dialog zu bleiben und Probleme zu lösen“, so der Kreml-Sprecher weiter. Diese Äußerung Moskaus kommt nach einem desaströsen Treffen von Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus Ende Februar. Der US-Präsident sowie sein Vize J.D. Vance hatten Selenskyj schwere Vorwürfe gemacht.
Im Anschluss hatte der US-Präsident der Ukraine die Militärhilfen gekappt und Kiew den Zugang zu Geheimdienstinformationen verweigert. Diese Entscheidung hob der US-Präsident am Dienstag (11. März) nach Verhandlungen zwischen Washington und Kiew in Saudi-Arabien mit sofortiger Wirkung wieder auf. Die Ukraine erklärte sich im Gegenzug bereit, einen US-Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe mit Russland zu akzeptieren.
Ukraine-Krieg: Warum Trumps Haltung Europa vor verteidigungspolitische Herausforderungen stellt
Das Zerwürfnis im Weißen Haus schickte Ende Februar Schockwellen durch die Welt. Insbesondere in Europa ist die Sorge mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die europäische Verteidigungspolitik groß. Mit einem Sondergipfel nur zwei Tage nach dem Eklat im Oval Office setzen die europäischen Staats- und Regierungschefs ein Zeichen an Kiew – und versuchten sich selbst verteidigungspolitisch neu auszurichten. Europa debattiert derzeit auch seine künftige nukleare Abschreckung, sollte Washington den Schutzschirm nicht aufrechterhalten.
In seinem Telefonat mit Putin im Februar hatte der US-Präsident zudem Zugeständnisse an Russland gemacht. Europas Zeit sei vorbei, frohlockte daraufhin der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew. Der US-Präsident hatte weder die europäischen Nato-Verbündeten noch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den Verhandlungen mit dem Kremlchef beteiligt. Erst nach dem Telefonat mit Putin meldete sich Trump auch telefonisch beim ukrainischen Präsidenten. Vor seiner Wiederwahl hatte sich der Republikaner mehrfach kritisch über das Verteidigungsbündnis Nato geäußert.
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