Zähe Verhandlungen

Ende des Ukraine-Kriegs: Trump-Administration bereitet Russland-Sanktionen vor

Um Druck auf Russland zu erhöhen, sollen die USA Sanktionen gegen Russland vorbereiten. Allerdings müssten diese von Präsident Trump genehmigt werden.

Washington – Die USA sollen Insidern zufolge neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland vorbereitet haben. Dies geschehe für den Fall, dass Präsident Donald Trump ein weiteres Druckmittel gegen Putin in den Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs in der Hand halten könnte. Vorgesehen seien Maßnahmen gegen den Banken- und Energiesektor, wie die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr. Neben Unternehmen aus dem Rohstoff- und Bankensektor ziele die US-Administration wohl auch vor allem auf den russischen Energiekonzern Gazprom, hieß es.

Der US-Sicherheitsrat soll die Sanktionen koordinieren. Allerdings wollte dieser keine Einzelheiten zu laufenden Verhandlungen kommentieren. Die Strafmaßnahmen müssten allerdings noch von Trump abgesegnet werden. Ob es dazu kommen wird, ist unklar. Der US-Präsident war zuletzt verärgert, weil er im Ukraine-Krieg keine Einigung zu einem Waffenstillstand erreichen konnte. Unklar bleibt zudem, ob solche Sanktionen gegen Russland seine Position bei Verhandlungen über ein Ende vom Ukraine-Krieg mit der Moskauer Regierung schwächen würden.

Gleichzeitig scheinen sich auch die Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA zu verbessern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete sein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump am Rande der Trauerfeier für Papst Franziskus als das „beste Gespräch von allen, die es bisher gab“. Das meldete die Agentur Interfax-Ukraine. Es könne sein, dass es das kürzeste, aber inhaltlich stärkste war. „Ich bin sicher, dass Präsident Trump nach unserem Treffen im Vatikan angefangen hat, alles ein bisschen anders zu betrachten.“ 

Um Druck auf Russland zu erhöhen, lässt US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen Russland vorbereiten.

Gespräch zwischen Trump und Selenskyj „sehr produktiv“

Trump und Selenskyj hatten sich am Rande der Trauerfeier für Papst Franziskus am vergangenen Samstag (26. März) getroffen. Es war das erste Treffen der beiden nach dem Eklat im Weißen Haus im Februar. Das Gespräch dauerte nach ukrainischen Angaben nur 15 Minuten. Das Weiße Haus bezeichnete das Treffen im Anschluss als „sehr produktiv“. Auf seiner Rückreise in die USA warf Trump dem Kremlchef Wladimir Putin vor, möglicherweise den Krieg nicht ernsthaft beenden zu wollen – und drohte Russland mit neuen Sanktionen. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion.

Russland lässt Charkiw mit Drohnen angreifen

Unterdessen hat Russland die ukrainische Stadt Charkiw erneut mit massiven Luftangriffen überzogen. Bei den Angriffen am Freitagabend seien mindestens 50 Menschen verletzt worden, darunter ein elfjähriges Kind, erklärte der Gouverneur der zweitgrößten Stadt der Ukraine, Oleh Synegubow, im Onlinedienst Telegram. Die Behörden sprachen von einem „massiven Angriff durch Schahed-Drohnen“ aus iranischer Produktion. Der Gouverneur meldete zudem mehrere Brände infolge der Drohnenangriffe. Es seien Wohnhäuser, zivile Infrastruktur und Autos beschädigt worden. Erst wenige Stunden zuvor waren bei russischen Angriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja 29 Menschen verletzt worden.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

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Die erneuten russischen Angriffe erfolgten nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und der Ukraine zur Finanzierung des Wiederaufbaus des Landes und zum Abbau ukrainischer Rohstoffe, über das Kiew und Washington wochenlang verhandelt hatten. Aufforderungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump zur Erreichung einer Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine blieben bisher erfolglos. (erpe/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © dpa/Manuel Balce Ceneta

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