Spekulationen zu Rückzug

„Elon ist fantastisch“: Trump und Vance über Musks Zukunft

Es wird erwartet, dass der Milliardär bald seine Rolle als Effizienzberater verlässt. Jetzt beziehen Vizepräsident Vance und Trump selbst Stellung.

Washington D.C. – Neben den erlassenen Zöllen von US-Präsident Donald Trump sorgte auch ein anderes Thema in den letzten Tagen für Aufsehen: Die Nachricht, dass Elon Musk seinen Rücktritt von seinem Job bei DOGE vorbereitet. Trump sagte am Donnerstag (3. April) zur Zukunft des Milliardärs und Beraters: Musk wolle „irgendwann“ zu seinen Unternehmen zurückkehren. „Er will es“, so Trump. „Ich würde ihn so lange behalten, wie ich ihn behalten kann“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.

Außerdem stellte sich der Republikaner inmitten der Kritik an Musks Plan zur Reduzierung der Staatsausgaben erneut hinter ihn: „Elon ist fantastisch“, sagte Trump den Reportern an Bord der Air Force One, als er für ein verlängertes Wochenende nach Florida flog. Wie das Nachrichtenmagazin Politico berichtet, sei Trump zwar weiterhin mit Musks Arbeit zufrieden, dennoch hätten sich die beiden in den vergangenen Tagen darauf verständigt, dass es für den Unternehmer „bald an der Zeit“ sei, sich wieder stärker seinen Firmen zu widmen - und künftig nur noch eine unterstützende Rolle einzunehmen. 

Vize-Präsident Vance zu Rückzug von Trumps Effizienzberater: Musk wird „Freund und Berater bleiben“

Wann dieser Zeitpunkt sei, sagte Trump aber nicht. Denn es ist unklar, ob Musk das Amt vor Ablauf seiner 130-tägigen Amtszeit als Sonderbediensteter der Regierung Ende Mai verlassen wird. US-Vizepräsident J.D. Vance hat derweil Berichte über ein frühzeitiges Ende von Musk im Weißen Haus dementiert. Entsprechende Berichte seien falsch, sagte Vance im Sender Fox News. Musk sei gekommen, um die riesige Bürokratie zu bekämpfen. „Und wir haben gesagt, dass das etwa sechs Monate dauern wird, und genau dafür hat sich Elon verpflichtet.

Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Geboren wurde Elon Musk 1971 in Pretoria in Südafrika.
Errol Musk baute als Maschinenbau- und Elektroingenieur ein Vermögen auf.
Mitte der 1990er Jahre begann der Aufstieg Elon Musks in den USA.
Im Jahr 2002 gründete Elon Musk das Unternehmen SpaceX.
Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Sollte Musk nach Ablauf der Frist nicht weiter als DOGE-Leiter tätig sein, werde er aber „natürlich auch weiterhin als Berater zur Verfügung stehen“, sagte Vance. DOGE habe noch Arbeit vor sich, und diese Arbeit werde auch nach Musks Weggang weitergehen, sagte Vance und fügte hinzu: „Elon wird ein Freund und Berater bleiben, sowohl von mir als auch vom Präsidenten.“

Nach zahlreichen Spekulationen: Trump deutet Rückzug Musks aus der DOGE-Behörde an

Das Magazin Politico und der Sender ABC News hatten unter Berufung auf Insider berichtet, dass Präsident Trump angedeutet hat, dass Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. Zwar sei Trump weiterhin mit Musks Arbeit zufrieden, berichtete Politico. Dennoch hätten sich die beiden in den vergangenen Tagen darauf verständigt, dass der Unternehmer DOGE verlassen werde.

In der US-Regierung um Donald Trump und JD Vance spielt auch Tesla-Chef Elon Musk eine Rolle. (Archivfoto)

Der inzwischen zu immensem Einfluss gelangte Milliardär durchforstet mit dem an das Weiße Haus angegliederte „Department of Government Efficiency“ (DOGE) alle Ministerien und Behörden, die seitdem Zehntausende Mitarbeiter entlassen haben. Denn Musk ist eine Schlüsselfigur in Trumps Vorhaben, die Staatsausgaben radikal zu senken.

DOGE im Fokus zahlreicher Klagen: Musk gerät als Tesla-Chef und Regierungsberater Trumps in Kritik

Sowohl das DOGE als auch Musks Einfluss auf die Regierung stehen aber inzwischen im Fokus zahlreicher Klagen. Kritiker werfen dem Unternehmer vor, seine wirtschaftlichen Eigeninteressen - als Chef von Tesla, SpaceX und X - in seine Regierungsarbeit einfließen zu lassen.

Gleichzeitig gerät auch Musks wirtschaftliche Basis unter Druck. Es ist vor allem seine Beteiligung an Tesla, die ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht - jedenfalls auf dem Papier. Die Auslieferungen des Elektrobauers sanken zuletzt deutlich. Wie stark einzelne Gründe zu dem Rückgang beitrugen, ist schwer festzumachen. Nach den Medienberichten über Musks möglichen Rückzug drehte der Kurs ins Plus und legte zeitweise um rund fünf Prozent zu. (bg/dpa)

Rubriklistenbild: © Kevin Dietsch/AFP

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