„Kopftuchmädchen und Messermänner“

Nach Eklat im Bundestag - Kramp-Karrenbauer sieht „rechtsradikale Elemente“ in AfD

Annegret Kramp-Karrenbauer (li.) und Angela Merkel bei einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands.
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Annegret Kramp-Karrenbauer (li.) und Angela Merkel bei einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands.

Von „Kopftuchmädchen“ und „Messermännern“ hatte AfD-Fraktionschefin Alice Weidel in der Bundestagsdebatte gesprochen. Aus der CDU kommt nun ein klares Urteil über die Partei.

Berlin - Nach dem heftigen Schlagabtausch mit der AfD in der Haushaltsdebatte des Bundestags hat CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die Partei als Heimat von Rechtsradikalen klassifiziert. „Die AfD ist keine Alternative. Sie ist eine Partei, die ganz klar rechtsradikale Elemente hat und diese in ihren Reihen beherbergt“, sagte Kramp-Karrenbauer der Passauer Neuen Presse.

„Niemand kann behaupten, er habe nicht gewusst, wes Geistes Kind die AfD ist. Wenn man Menschen pauschal nach ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben und ihrer Herkunft beurteilt, hat das nichts mit der von der AfD viel beschworenen Tradition des christlichen Abendlandes zu tun“, fügte Kramp-Karrenbauer hinzu.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hatte am Mittwoch im Bundestag gesagt: „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“ Sie handelte sich damit einen Ordnungsruf von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ein, weil sie damit alle Frauen mit Kopftuch diskriminiere.

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dpa

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