Trump nach Comey-Rauswurf: „Man wird mir dankbar sein“

Donald Trump
+
US-Präsident Donald Trump hat überraschend FBI-Chef James Comey gefeuert.

Washington - Nach dem überraschenden Rauswurf von FBI-Chef James Comey hat sich US-Präsident Donald Trump auf Twitter zu dem Fall geäußert - er steht voll hinter seiner Entscheidung.

US-Präsident Donald Trump hat seinen Rauswurf von FBI-Direktor James Comey verteidigt. „Comey hat das Vertrauen von fast jedem in Washington verloren, sowohl von Republikanern wie von Demokraten“, twitterte Trump am Mittwoch. „Wenn sich die Dinge beruhigt haben, werden sie mir noch dankbar sein!“

In einem zweiten Tweet schrieb Trump, Comey werde durch jemanden ersetzt werden, der dem FBI dessen Prestige und dessen Geist zurückbringen werde. Trump hatte Comey am Dienstag völlig überraschend mit sofortiger Wirkung gefeuert.

In einem weiteren Tweet unterstellte Trump den Demokraten Unaufrichtigkeit. „Sie haben einige der schlimmsten Dinge über Comey gesagt, einschließlich der Tatsache, dass er gefeuert werden soll, und nun spielen sie so ein falsches Spiel!“

„Comey hat keinen guten Job gemacht“

In seiner ersten persönlichen Stellungnahme außerhalb von Twitter

Die von Trump unterschriebene Entlassung von FBI-Chef James Comey.

antwortete der US-Präsident auf die Bitte, die Entlassung Comeys zu begründen, mit den Worten: „Weil er keinen guten Job gemacht hat. Ganz einfach. Er hat keinen guten Job gemacht.“

Auf die Frage, ob Comeys Entlassung sein Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow beeinflusst habe, sagte Trump am Mittwoch während eines überraschenden Treffens mit Henry Alfred Kissinger (93), dem langjährigen Außenminister der USA, im Oval Office: „Überhaupt nicht.“

Fotos zeigen, dass bei dem Treffen der russischen Delegation mit Trump auch der russische Botschafter Sergej Kisljak anwesend war. Trump schüttelt ihm strahlend die Hand. US-Medien spießten das angesichts der Ermittlungen unter anderem des FBI wegen einer möglichen russischen Wahlbeeinflussung als sehr bemerkenswert auf.

Über verschwiegene Kontakte mit Kisljak war der nationale Sicherheitsberater Mike Flynn gestürzt. Justizminister Jeff Sessions verschwieg in einer Anhörung zwei Kontakte mit dem russischen Netzwerker. Das ist der Grund, warum Sessions sich wegen Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen zurückgezogen hat. Allerdings ermpfahl er Comeys Entlassung, dessen Behörde gegen das Trump-Team ermittelt.

dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare