Analyse vor der Wahl

Diese Aufgaben warten auf den US-Präsidenten

US-Präsident Barack Obama (links) und Herausforderer Mitt Romney.
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US-Präsident Barack Obama (links) und Herausforderer Mitt Romney.

Washington - Der nächste US-Präsident wird an vielen Fronten gleichzeitig kämpfen müssen, egal ob er Barack Obama oder Mitt Romney heißt. Diese Aufgaben warten auf ihn:

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Er muss Arbeitsplätze schaffen, die Staatsschulden drücken und ein gespaltenes Land einen. Er muss den längsten Krieg, in den die USA jemals verwickelt waren, zu Ende bringen und den Iran davon abhalten, eine Atombombe zu bauen. Das sind einige der Herausforderungen, vor denen der Wahlsieger nach seiner Amtseinführung am 21. Januar steht.

Die Arbeit beginnt bereits kurz nach der Präsidentschaftswahl am (morgigen) Dienstag. Das Weiße Haus, das bis zur Amtsübergabe weiter von Obama geführt wird, muss sich mit dem Kongress darauf einigen, wie die sogenannte „Fiskalklippe“ zu umschiffen ist. Sollten sich Exekutive und Legislative nicht einigen und tätig werden, werden im Januar automatisch eine Vielzahl von Steuern erhöht und Ausgaben gekürzt.

Patzer, Prozente und ein Pizzamann - Der US-Wahlkampf

US-Wahlkampf: Patzer, Prozente und ein Pizzamann

Herman Cain
VERSPRECHER: Mit großem Tamtam präsentiert der Republikaner Mitt Romney vor der Kulisse eines Schlachtschiffes erstmals seine Nummer zwei, Paul Ryan. Nur stellt er seinen Vize „als nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten“ vor. Da freut sich nicht nur Youtube.
Polizisten haben 43 Hunde gerettet, die bereits 30 Stunden ohne Wasser, Nahrung und Auslauf in einem Kleinlastwagen eingesperrt waren (Symbolbild).
Clint Eastwood spricht mit einem leeren Stuhl, der den US-Präsidenten Barack Obama darstellen soll.
US-Wahlkampf: Patzer, Prozente und ein Pizzamann

Der nächste Präsident wird sich nicht mit einem chaotischen Finanzsektor oder einem Arbeits- und Aktienmarkt im freien Fall herumschlagen müssen, wie es Obama nach Antritt seiner ersten Amtszeit 2009 tun musste. Doch mehr als 23 Millionen Menschen in den USA sind ohne Arbeit oder arbeiten Teilzeit, obwohl sie Vollzeit arbeiten wollen. Die Staatsverschuldung liegt bei über 16 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro).

Die Fronten sind verhärtet

Sollte Obama eine zweite Amtszeit bekommen, wird der Demokrat aller Voraussicht nach mit einem republikanisch dominierten Repräsentantenhaus regieren müssen. Sollte der Republikaner Romney ins Weiße Haus ziehen, wäre er womöglich auf die Gunst eines von den Demokraten kontrollierten Senats angewiesen.

Auch die amerikanische Gesellschaft ist gespalten. Wie Prognosen zeigen, weiß der jeweilige Kandidat nur etwa die Hälfte der Wähler hinter sich. Viele Staaten gelten als so streng demokratisch oder republikanisch, das dort gar kein Wahlkampf geführt wird. In dem Land, das auf einen Traum baut, scheinen Hoffnung und Optimismus rückläufig.

Herausforderungen im Ausland

Der Rest der Welt wird dem Präsidenten keine Atempause gönnen. Der seit Jahren andauernde Streit mit dem Iran um sein Atomprogramm spitzt sich zu. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat gewarnt, dass der Iran bereits im Sommer 2013 zum Bau einer Atombombe in der Lage sein könnte. Der nächste US-Präsident wird alle Hebel in Gang setzen müssen, um den Iran zum Einlenken zu bewegen, aber einen Krieg zu verhindern.

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Weniger als drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA liegen Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney in einer neuen Umfrage nahezu gleichauf. Deshalb wird den beiden Konkurrenten beim Händeschüttel-Marathon noch einmal alles abverlangt.
Auch wenn das mitunter unangehm werden kann - gegenüber den potenziellen Wählern sollte man sich das nie, nie, nie anmerken lassen.
Mitt Romney ist ein Mann mit vielen Eigenschaften. Seine Schwachstellen liegen aber eindeutig im sozialen Bereich. Der 65-Jährige gilt im menschlichen Umgang als spröde. Angeblich kann er nicht gut mit "einfachen Menschen" umgehen. Beim Händeschütteln sitzt sein Pokerface-Lächeln aber schon perfekt.
Gelästert wird erst, wenn man in der vor neugierigen Ohren geschützten Limousine sitzt. Da darf der 200-Millionen-Dollar schwere Multimillionär ungehemmt über das gemeine Volk auslassen.
US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Der Bürgerkrieg in Syrien hat derweil bereits mehr als 30.000 Menschenleben gekostet. Israelis und Palästinenser sind einem dauerhaften Frieden nicht näher gekommen. Europas Schuldenkrise gefährdet auch die US-Wirtschaft. Mexikos brutaler Kampf gegen die Drogen wird vor der Haustür geführt. Der Arabische Frühling hat viele Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens destabilisiert. In Libyen kamen deshalb im September vier US-Bürger ums Leben.

Der Krieg in Afghanistan dauert bereits mehr als elf Jahre, der ISAF-Einsatz soll Ende 2014 abgeschlossen sein. Der nächste US-Präsident wird entscheiden müssen, wann genau die 68.000 verbleibenden US-Soldaten aus dem Land abgezogen werden sollen. Auch der internationale Terrorismus wird den Präsidenten weiter beschäftigen.

Das sind Republikaner und Demokraten

Das sind Republikaner und Demokraten

In den USA gibt es nur zwei große Parteien: die Demokraten und die Republikaner.
Hier erfahren Sie, was die Parteien unterscheidet - und wofür der Elefant und der Esel stehen. 
Die Demokratische Partei entwickelte sich aus der Partei Thomas Jeffersons (war der dritte US-Präsident), die schon vor 1800 gegründet wurde.
Die Republikanische Partei wurde 1854 mit dem Ziel gegründet, die Sklaverei abzuschaffen. Bei den Präsidentschaftswahlen 1860 setzten die Republikaner sich unter Abraham Lincoln gegen die Demokraten durch, welche für die Beibehaltung der Sklaverei plädierten.
Das sind Republikaner und Demokraten

Ob Dürre, Supersturm, Amoklauf, oder Ölpest - auch für diese Eventualitäten ist schlussendlich der Präsident zuständig. Der Zuständigkeitsbereich des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist allumfassend.

dapd

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