Nach Ramstein Vorfall

Pistorius-Ministerium besorgt über mutmaßliche Drohnen-Spionage an Patriot-Standort

25.10.2020, Hannover, Niedersachsen, GER - Helikopterkamera, eine sogenannte Drohne. (Aufklaerung, Aufklaerungsdrohne,
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Mögliche Spionage: Drohnen (Symbolbild) über einem deutschen Militärstützpunkt an der Nordsee gesichtet.

Mehrere Drohnen wurden an der Militärbasis bei Schwesing gesichtet. Der Verdacht auf Spionage besteht, denn hier werden auch Ukraine-Soldaten ausgebildet.

Schwesing – Ein Luftwaffenstützpunkt an der Nordsee könnte Ziel eines umfassenden Spionageangriffs mit Drohnen gewesen sein. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung (SZ), der ein interner Bericht des Luftwaffenstützpunkts vorliegt. An dem Standort sollen auch ukrainische Soldaten trainiert werden. Zwischen dem 9. und 29. Januar habe es an der Basis in Schwesing bei Husum „sechs Sicherheitsvorkommnissen“ mit Drohnen unbekannter Herkunft gegeben, berichtete die Zeitung am Sonntag (9. Februar) unter Berufung auf einen als Verschlusssache eingestuften Lagebericht an das Bundesverteidigungsministerium.

In dem internen Bericht wird dabei festgestellt: „Es wird wegen Spionageverdachts ermittelt.“ In Schwesing, Schleswig-Holstein, befindet sich das Ausbildungszentrum für Flugabwehrraketen, wo auch ukrainische Soldaten an Patriot-Systemen geschult werden.

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Brisante Informationen: Spionage bei deutscher Militärbasis? – Patriot-Standort betroffen

Laut der SZ seien bei dem vermuteten Spionageversuch besonders fortschrittliche Drohnen eingesetzt worden. „Die gesichteten Mehrflügler schwebten mit eingeschalteten Positionslichtern minutenlang auf der Stelle“, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Versuche, die Drohnen mit Störsendern und anderen Mitteln von ihrem Kurs abzubringen oder zur Landung zu zwingen, seien erfolglos geblieben. Dies deute darauf hin, dass es sich um spezialisierte und nicht um handelsübliche Drohnen handle.

„In keinem der sechs Fälle konnte der/die Drohnenbediener ausfindig gemacht werden“, heißt es weiter im Lagebericht, den die SZ zitiert. Feldjäger, Polizei und der Militärische Abschirmdienst (MAD) seien in die Ermittlungen einbezogen worden. Zudem seien zusätzliche Detektions- und Störsysteme an den Standort verlegt worden. In Kreisen der Bundeswehr bestehe der Verdacht, dass die Drohnen von Schiffen in der Nord- oder Ostsee gestartet worden sein könnten.

Russland Spionage an deutschen Militärbasen: Basis Ramstein betroffen

Zuvor hatte es auch bei dem Luftwaffenstützpunkt in Ramstein einen mutmaßlichen Spionageversuch Russlands gegeben, wie das rheinland-pfälzische Innenministerium Anfang Januar bestätigt hatte. Der Innenminister des Landes, Michael Ebling (SPD), äußerte sich über den Vorfall in Ramstein so: „Technik und Flughöhen und der damit verbundene Aufwand lässt den Rückschluss zu, dass es ein Teil hybrider Kriegsführung Russlands ist.“ Ähnliches soll nun wohl auch bei Schwesing vorgefallen sein, allerdings ist noch unklar, ob die Drohnen tatsächlich russischer Spionage zuzuordnen sind. (sischr/afp)

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