Protest gegen Ministerausweisung

Demonstrant hisst türkische Flagge auf niederländischem Konsulat

Kurzzeitig wehte die türkische Flagge auf dem niederländischen Konsulat in Istanbul.
+
Kurzzeitig wehte die türkische Flagge auf dem niederländischen Konsulat in Istanbul.

Istanbul - Ein Demonstrant ist am Sonntag in das niederländische Konsulat in Istanbul eingedrungen und hat die Fahne des Landes durch die türkische Flagge ersetzt.

Der Mann rief anschließend vom Dach der Vertretung „Gott ist groß“, wie auf einem Video der Nachrichtenagentur DHA am Sonntag zu sehen war. Er sei unerkannt entkommen. Die türkische Fahne wurde inzwischen abgenommen. Die niederländische Flagge wurde dann wieder gehisst.

Wie der Mann in das hoch gesicherte Gebäude gelangen konnte, war zunächst unklar. Die Sondereinsatzpolizei ist seit der Verhinderung des Auftritts von Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya in Rotterdam vor dem niederländischen Konsulat in Istanbul postiert. Die Reaktion der Türkei auf die Ausweisung der Ministerin fiel scharf aus. Türkische Politiker zogen Vergleiche mit dem Nationalsozialismus und kündigte „schwerste“ Reaktionen an.

Hier erfahren Sie, wie der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic und Kanzleramtschef Peter Altmaier in der ARD-Sendung „Anne Will“ über die jüngsten Misstöne zwischen beiden Ländern diskutiert haben.

dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare