Nach Wahlerfolg in Niedersachsen

Rösler-Debatte: Berliner FDP-Chef fordert Ende

Martin Lindner.
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Martin Lindner.

Berlin - Der Berliner FDP-Landesvorsitzende Martin Lindner hat nach dem Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen ein Ende der Debatte über FDP-Chef Philipp Rösler gefordert.

„Die Personaldebatten müssen beendet sein, wir müssen uns jetzt auf die Bundestagswahl im September konzentrieren“, sagte Lindner der Nachrichtenagentur dpa. „Philipp Rösler ist Parteichef, und das ist der dritte Wahlsieg in Folge, den die FDP unter seiner Führung eingefahren hat“, sagte Lindner, der auch stellvertretender Fraktionschef im Bundestag ist.

Es sei klar, dass Rösler gestärkt aus der Niedersachsen-Wahl hervorgehe. Die FDP habe dort mit rund 10 Prozent ein noch besseres Ergebnis erzielt als bei den Wahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen. Die FDP müsse sich nun sortieren und das Ergebnis am Montagmorgen in den Gremien bewerten. Der Blick müsse sich auf die Bundestagswahl richten, sagte Lindner.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

12 Parteivorsitzende hatte die FDP seit Gründung der Bundesrepublik. Drei davon sind auf diesem Foto zu sehen: Von links Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle. Ein Überblick über die FDP Chefs.
Theodor Heuss (1948 bis 1949): Heuss (Mitte) wurde am 12. Dezember 1948 auf dem Gründungsparteitag der Freien Demokratischen Partei (FDP) zum Vorsitzenden in Westdeutschland und Berlin gewählt. Heuss war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik. Nach seiner Wahl ins Amt legte er den Parteivorsitz nieder.
Franz Blücher (1949 bis 1954): Blücher war von 1949 bis 1957 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Entwicklungshilfe). 1956 der Stellvertreter Kanzler Konrad Adenauers (CDU) aus Protest gegen den Koalitionswechsel der NRW-FDP von der SPD zur CDU aus der Partei aus. Er gehörte zu den Mitbegründern der FVP, die sich später der Deutschen Partei anschloss.
Thomas Dehler (1954 bis 1957): Dehler war Von 1949 bis 1953 Bundesminister der Justiz. Die Bundesparteizentrale der FDP war bis 1999 in Bonn im "Thomas-Dehler-Haus". Die neue Berliner Bundesgeschäftsstelle heißt ebenfalls Thomas-Dehler-Haus.
Sie waren die Chefs der FDP

„Das Ergebnis zeigt, dass Schwarz-Gelb gewinnen kann, auch im Bund“, betonte der Berliner FDP-Chef. Die Einschätzung, dass die FDP diesen Wahlsieg in Niedersachsen nur dank massiver Leihstimmen von der CDU errungen habe, wollte Lindner so nicht stehen lassen. „Wer gibt wem die Leihstimmen? 80 Prozent der FDP-Wähler haben auch ihre Erststimme der CDU gegeben“, sagte Lindner. Das zeige doch nur, dass CDU und FDP gemeinsam in die Schlacht um den Sieg bei der Bundestagswahl ziehen und zusammenarbeiten müssten.

dpa

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