Bittere Erkenntnis

De Maizière: Staat kommt nicht gegen IS-Propaganda im Netz an

Nach Angaben von Bundesinnenminister de Maizière ist die IS-Propaganda oft zu verführerisch.
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Nach Angaben von Bundesinnenminister de Maizière ist die IS-Propaganda oft zu verführerisch.

München - Die deutschen Sicherheitsbehörden können der islamistischen Propaganda im Netz bislang nichts entgegensetzen. Diese bittere Erkenntnis machte Bundesinnenminister de Maizière in München publik.

„Die Propaganda vom IS ist so verführerisch, so mörderisch verführerisch, so intelligent und gut gemacht“, warnte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Wir haben bisher kein Mittel gefunden, um dagegen erfolgreich zu sein.“ Man müsse der Propaganda aber eine Art Gegenerzählung im Internet entgegensetzen, um der Radikalisierung junger Menschen vorzubeugen.

Den Kampf gegen den Terror gewinne man nicht nur mit Repression, es brauche auch Prävention. Das müsse gemeinsam mit europäischen Nachbarn viel stärker verfolgt werden als bisher, forderte der CDU-Politiker. Man müsse es im Kampf gegen den Terror nicht nur mit ausländischen Kämpfern aufnehmen, sondern auch mit heimischen Terroristen. De Maizière nannte das Beispiel der 16-jährigen IS-Sympathisantin Safia S., die einen Polizisten in Hannover niederstach. „In Deutschland geboren, in Deutschland groß geworden, in Deutschland radikalisiert.“

dpa

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