Will sich nicht einschüchtern lassen

Nach Morddrohungen: Wohnhaus von Özdemir offenbar mit Stein beworfen

Erst im November wurde Cem Özdemir Opfer von Morddrohungen. Jetzt wurde offenbar sein Wohnhaus mit einem Stein beworfen.

  • Es wurde wohl ein Stein gegen das Haus des Grünen-Politkers Cem Özdemir geworfen.
  • Er wurde schon öfter Opfer von Morddrohungen.
  • Die Drohungen kamen sowohl aus der rechten Ecke, als auch von türkischen Nationalisten.

Stuttgart - Das Wohnhaus des Grünen-Politikers Cem Özdemir ist offenbar mit einem Steinwurf attackiert worden. Özdemir schrieb am Montagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Ein Stein wurde gegen unsere Haustür geworfen. Die Botschaft galt wohl mir." Der frühere Parteichef der Grünen kündigte an, sich nicht einschüchtern zu lassen. Er werde weiterhin "lautstark" seine Stimme erheben. Auf dem Foto ist die beschädigte Glasscheibe der Tür zu sehen.

Auf Twitter bekam er größtenteils Unterstützung für seinen Post, auch von Menschen aus anderen politischen Lagern. Ein User schrieb: „Sehr geehrter Herr Özdemir, ich kann ihren politischen Standpunkten oftmals nicht zustimmen. Werde aber weiterhin alles tun, was ich kann, damit sie sie ungehindert äußern können. Ein frohes Fest ihnen.“

Özdemir bekam im November Morddrohungen

Anfang November waren Morddrohungen gegen Özdemir und seine Parteikollegin Claudia Roth durch eine Neonazi-Gruppierung namens Atomwaffen Division (AWD) bekannt geworden. Der türkischstämmige Özdemir wurde zudem in der Vergangenheit wegen seiner scharfen Kritik an Präsident Recep Tayyip Erdogan von türkischen Nationalisten massiv bedroht. Er erhält bereits seit längerem Personenschutz durch das Bundeskriminalamt (BKA).

AFP

Rubriklistenbild: © dpa / Arne Immanuel Bänsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare