„Man muss ihm eine Chance dafür geben, aber ...“

Bamf-Skandal: Ministerin Barley erwartet von Seehofer umfassende Aufklärung

Bundestag
+
Katarina Barley.

Angesichts der Missstände beim Flüchtlingsbundesamt (BAMF) fordert Bundesjustizministerin Katarina Barley bundesweite Kontrollen der Asylbescheide.

Berlin - In die Diskussion um die Missstände beim Flüchtlingsbundesamt (BAMF) hat sich nun auch Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) geäußert. Sie fordert in einem Interview nun bundesweite Kontrollen der Asylbescheide. „Ich würde mir wünschen, dass stichprobenartig generell und überall in Deutschland Asylbescheide überprüft werde, sagte die 49-jährige der Bild am Sonntag. „Diese Maßnahme könnte helfen, Vertrauen wiederherzustellen.“ Ein grundsätzlicher Generalverdacht gegen alle Mitarbeiter der Bundesbehörde sei allerdings falsch.

Eine Kritik an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) formulierte Barley allerdings nicht. Im Gegenteil, sie traue ihm die Aufklärung des Sachverhaltes zu: „Man muss ihm eine Chance dafür geben. Er ist ja erst seit gut zwei Monaten im Amt.“ Dennoch schickte sie dem ehemaligen Ministerpräsidenten Bayerns eine Forderung hinterher: „Ich erwarte aber schon, dass Seehofer die Missstände beim BAMF umfassend aufklärt und Strukturen schafft, die eine Wiederholung unmöglich machen.“

Lesen Sie auch: Horst Seehofer im Bamf-Skandal: Diese neuen Details belasten den CSU-Chef

Auch interessant: Heißt es bald „Herrmann gegen Seehofer“? Brief an CSU-Parteichef birgt Zündstoff

Ebenfalls: Brisante Aussage: Josefa Schmid beschuldigt Bamf-Chefin Cordt im Asyl-Skandal

fw

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare