„Game Changer“ in den USA
Biden stichelt gegen Donald Trump mit Vorschlag in letzter Minute
Erst im Januar wird Donald Trump die Führung in den USA übernehmen. Joe Biden nutzt die noch verbleibende Zeit für bedeutende Beschlüsse.
Washington, DC – Noch ist Joe Biden im Amt. Die verbleibende Zeit nutzt seine Regierung nun offenbar dazu, mit einer neuen Regelung die US-Politik in Sachen Gesundheitsvorsorge für die Zukunft zu prägen. Der Vorschlag dürfte im Team von Donald Trump auf wenig Gegenliebe stoßen und vor allem die Arbeit des designierten Gesundheitsministers, Robert F. Kennedy Jr., beeinflussen.
Laut eines Berichts der Washington Post plant der amtierende Gesundheitsminister Xavier Becerra, dass Medikamente zur Gewichtsreduktion künftig von den staatlichen Programmen Medicare und Medicaid übernommen werden. Sein Vorschlag sei ein „Gamechancer“ (Wendepunkt) im Kampf gegen die grassierende Fettleibigkeit der US-Bevölkerung, so Becerra gegenüber der US-Zeitung. Übergewicht sei eines der größten gesundheitlichen Probleme der USA, das auch „unserer Wirtschaft gefährdet“.
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Joe Bidens Pläne stoßen im Team von Donald Trump auf wenig Gegenliebe
Sollte sich die Biden-Administration mit ihrem Vorschlag durchsetzen, würden ältere US-Amerikanerinnen und Amerikaner, aber auch Menschen mit niedrigem Einkommen, einen erleichterten Zugang zu entsprechenden Medikamenten erhalten. Laut der Washington Post geht es vor allem um die Präparate namens Ozempic und Wegovy. Beide basieren laut dem Bericht auf dem Wirkstoff Semaglutid, der laut Studien zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen kann.
Die Regierung Biden und die US-Gesundheitsbehörde HHS planen, den Vorschlag bereits in Kürze in das Bundesregister eintragen zu lassen. Dieses Vorhaben dürfte vor allem bei einer Person im Team Trumps auf wenig Gegenliebe stoßen: Robert F. Kennedy Jr. Der designierte Gesundheitsminister der kommenden Trump-Administration hat sich in der Vergangenheit nicht nur gegen den Einsatz von Impfstoffen ausgesprochen.
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Auch den Einsatz von Wirkstoffen wie Ozempic und Wegovy lehnt Kennedy Jr. ab. Mit Blick auf die Biden-Regierung sagte Kennedy im Oktober auf einer Wahlkampfveranstaltung: „Sie zählen darauf, [Ozempic und Wegovy] an die Amerikaner zu verkaufen, weil wir so dumm und drogenabhängig sind“. Er wolle die Bevölkerung dagegen lieber zu gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung animieren.
Trumps Kabinett stößt bei Republikanern auf Widerstand
Ob Robert F. Kennedy Jr. Donald Trump wirklich ins Weiße Haus folgen wird, steht noch nicht fest. Trump nominierte den ehemaligen Demokraten nach seinem Sieg bei der US-Wahl zu seinem Gesundheitsminister. Die Personalie ist aber selbst unter Republikanern umstritten. Damit Kennedy die Leitung des Gesundheitsministeriums übernehmen kann, muss der US-Senat seine Nominierung bestätigen. Trumps Republikaner halten eine Mehrheit im Senat, doch einzelne Abgeordnete der Partei haben bereits Bedenken geäußert.
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