Wehretat für die Bundeswehr

Aufrüstung der Bundeswehr: Die Milliarden-Zahlen aus dem Bundeshaushalt 2025

Die schwarz-rote Bundesregierung stellt den Haushaltsentwurf für Deutschland vor. Ein erheblicher Ausbau der Verteidigungsausgaben ist vorgesehen.

Berlin - Es sind gewaltige Summen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seinen Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 vorgelegt, den das Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag (24. Juni) gebilligt hat. Darin enthalten: riesige Investitionen in die deutschen Streitkräfte.

Bundeshaushalt für 2025: Schwarz-rote Koalition will massiv in die Bundeswehr investieren

Während zum Beispiel die Krankenkassen kein zusätzliches Geld für Bürgergeld-Empfänger bekommen, sollen nach den Plänen von CDU/CSU und SPD in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden Euro in die Ausstattung der Bundeswehr fließen, die im Rahmen der Nato vor riesigen Aufgaben steht.

Der brutale Ukraine-Krieg des Russland-Autokraten Wladimir Putin in Europa dient als mahnendes Beispiel. Wie die „Tagesschau“ der ARD in ihrer Sendung vom Montag (23. Juni) auflistete, geht es um bis zu 649 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Profitieren soll neben der Bundeswehr auch die deutsche Rüstungsindustrie.

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

Verteidigungsausgaben im Bundeshaushalt 2025: Wirtschaftsmotor für Deutschland?

Wohl auch als ein möglicher neuer Wirtschaftsmotor in Deutschland, unter dem Eindruck zahlreicher industrieller Insolvenzen zwischen Nord und Süd, zwischen West und Ost in den vergangenen Jahren und Monaten. Laut ARD sind für dieses Jahr im Verteidigungshaushalt 95 Milliarden Euro eingeplant, was bereits einem erheblichen Sprung zu früheren Investitionen entspricht.

Dabei wurden etliche Rüstungsvorhaben wie der Erwerb von 105 neuen Leopard-2-Panzern für die neu aufgestellte „Brigade Litauen“ bereits aus dem 100-Milliarden-Sondervermögen der früheren Ampel-Koalition (SPD, Grüne und FDP) bestellt.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, re.) treibt die Aufrüstung der Bundeswehr zur Abschreckung von Wladimir Putins Russland-Regime voran.

2026 sollen 118 Milliarden Euro folgen, 2027 dann 129 Milliarden Euro, 2028 nochmal 145 Milliarden Euro und 2029 sollen schließlich bis zu 162 Milliarden Euro jährlich für die Verteidigung erreicht sein. Deutschland will damit das neue Fünf-Prozent-Ziel der Militärallianz Nato erreichen und einhalten. Heißt: Den Vorstellungen nach sollen alle Mitgliedstaaten künftig fünf Prozent ihres Bruttoinlandproduktes (BIP) in ihre nationale, und damit letztlich in die kollektive Verteidigung des Bündnisses investieren. Um gegenseitig militärische Aufgaben übernehmen zu können, die bisher vor allem die USA gestemmt haben.

Verteidigungshaushalt Deutschlands
202595 Milliarden Euro
2026118 Milliarden Euro
2027129 Milliarden Euro
2028145 Milliarden Euro
2029162 Milliarden Euro

Quelle: „Tagesschau“ der ARD, Sendung vom 23. Juni 2025

Schwarz-roter Bundeshaushalt für Deutschland: Riesige Investitionen in die Bundeswehr

Ein Vergleich: Für 2022 hatte die Ampel-Bundesregierung rund 50 Milliarden Euro für den Verteidigungshaushalt eingeplant. Das durch den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im März desselben Jahres angekündigte Sondervermögen über 100 Milliarden Euro im Umfeld des Ukraine-Kriegs noch nicht berücksichtigt.

Laut Website des Bundesverteidigungsministeriums waren im Verteidigungshaushalt 2023 dann 50,1 Milliarden Euro vorgesehen, plus 8,4 Milliarden Euro aus dem sogenannten Sondervermögen Bundeswehr. Jetzt soll es unter Regierungschef Merz und unter Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Deutschland deutlich mehr werden. (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Kirchner-Media

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