Krieg im Nahen Osten

Angriff auf den Iran: Trump weist MAGA-Kritiker in die Schranken

Donald Trump
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Donald Trump wandte sich wiederholt mit scharfen Drohungen an Teheran (Archivbild).

Wie sich die USA im Iran-Israel-Krieg verhalten werden, wird unter den Anhängern der MAGA-Bewegung hitzig diskutiert. US-Präsident Trump wiegelte ab.

Washington, D.C. – Unter den Anhängern von US-Präsident Donald Trump wächst die Unruhe. Vor wenigen Monaten noch versprach der, die Kriege in Gaza und der Ukraine binnen weniger Tage zu beenden. Heute unterstützt der US-Präsident Israel in seinen Angriffen auf den Iran. Nach dessen Angaben habe er selbst Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu ermuntert, an seiner Linie festzuhalten. Auf die Frage, was er Netanjahu mitgeteilt habe, sagte Trump vor Journalisten: „Ich sagte: Mach weiter.“

Die Frage, ob er Netanjahu zu verstehen gegeben habe, dass er vorhabe, Israel mehr zu helfen als bislang, beantwortete Trump mit: „Nein.“ Israels Ministerpräsident würde seine Sache bislang gut machen. Das US-Militär unterstützt Israel bei seiner Verteidigung. Bislang betont die US-Regierung aber, sich nicht an den Kämpfen zwischen Israel und dem Iran zu beteiligen.

US-Eingreifen im Iran? MAGA-Unterstützer kritisieren Trumps Nahost-Politik

Eine Frage zur Sorge mancher Unterstützer der MAGA-Bewegung zu einem möglichen militärischen Eingreifen der USA im Iran blockte Trump hingegen ab. Als eine CNN-Reporterin ihn auf den Graben innerhalb seiner Anhängerschaft ansprach, sagte er über den Sender: „Fake News, zum Glück schaut das niemand.“ 

Eine inhaltliche Frage ließ er nicht zu, sondern unterbrach die Reporterin und erklärte genervt, seine Anhänger seien ihm heute noch stärker verbunden als zum Zeitpunkt seines Wahlsiegs im November. Trump steht in seiner republikanischen Partei wegen der Lage in Nahost zwischen einem traditionellen, interventionsfreudigen Lager, zu dem etwa Senatoren wie Lindsey Graham und Ted Cruz zählen, und einem isolationistischen Flügel, der außenpolitische Zurückhaltung fordert.

Greifen die USA im Nahen Osten ein? Iran-Israel-Krieg birgt innenpolitisches Konfliktpotenzial

Sollte er sich dazu entscheiden, Israel aktiv im Krieg gegen den Iran zu unterstützen, birgt das für Trump innenpolitisches Konfliktpotenzial. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner sind kriegsmüde. Nicht wenige haben den Republikaner gerade deshalb gewählt, weil er im Wahlkampf versprochen hatte, sich aus Konflikten herauszuhalten, um sich stärker um die Probleme im eigenen Land zu kümmern. 

Party mit pompöser Militärparade: Trump feiert Geburtstag in Washington DC

Militärparade in Washington Trump
US Army Jubiläum Militärparade Trump Washington DC
Donald Trump zwischen Verteidigungsminister Pete Hegseth und First Lady Melania Trump bei der Militärparade in Washington.
US Army 250th Birthday Celebration
Party mit pompöser Militärparade: Trump feiert Geburtstag in Washington DC

In den vergangenen Tagen positionierten sich einige prominente Stimmen aus dem rechten Lager klar gegen ein militärisches Eingreifen der USA im Iran. Die bekannte, politisch weit rechts stehende Abgeordnete Marjorie Taylor Greene sagte beispielsweise: „Jeder, der darauf scharf ist, dass die USA sich voll in den Krieg zwischen Israel und Iran einmischen, ist kein Anhänger von America First/MAGA.“

Trump dürfte derzeit auch so sensibel auf das Thema reagieren, weil seine Umfrage-Werte derzeit in den Keller rauschen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov bewerten nur noch 41 Prozent der US-Amerikaner die Arbeit von Trump als Präsidenten der USA sehr gut oder eher gut – ein Tiefststand in seiner zweiten Amtszeit. 54 Prozent der Befragten lehnen ihn ab, ein Höchstwert in der laufenden Amtsperiode. (fmü/dpa)

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