15. Jahrestag des Anschlags

US-Botschafter: 9/11 war "Weckruf" für die USA

Vor 15 Jahren brannten die Türme in New York nach einem Terroranschlag.
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Vor 15 Jahren brannten die Türme in New York nach einem Terroranschlag.

New York - Der Anschlag auf das World Trade Center vor 15 Jahren bleibt unvergessen. Der US-Botschafter in Deutschland sagte, der Terrorakt sei Schock und "Weckruf zugleich gewesen.

Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, hat die Terroranschläge vom 11. September 2001 als Zäsur in der US-Geschichte bezeichnet. Die Anschläge vor genau 15 Jahren seien "ein echter Schock" und zugleich "eine Art Weckruf" gewesen, sagte Emerson dem Deutschlandfunk im am Sonntag veröffentlichten "Interview der Woche".

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Die Bilder des brennenden World Trade Center in New York am 11. September 2001 haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Ein Schlüsselbild unserer Zeit, das auch in der Ausstellung „Bilder im Kopf. Ikonen der Zeitgeschichte“ im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen ist.
Die Welt stand nach den dramatischen Live-Bildern aus New York unter Schock (Foto vom Hauptbahnhof in Frankfurt am Main). Noch am selben Tag rief die US Regierung - unterstützt von der internationalen Staatengemeinschaft - einen Krieg gegen den Terrorismus aus.
Dieser Krieg dauert seit acht Jahren an. (Foto: Bundeswehrsoldaten in Afghanistan). Der Hass der Islamisten auf die westliche Welt lodert so stark wie eh und jeh. Ein Rücklblick auf die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September.
11. September 2001, USA: Ein strahlender Spätsommer-Morgen in New York City. Da rammt ein gekapertes Linienflugzeug das World Trade Center in Manhattan, wenig später kracht ein zweites in den gegenüberliegenden Turm. 
Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

"Ich glaube, der 11. September ist für meine Generation etwa das, was für die Generation meiner Eltern Pearl Harbor war", führte der US-Botschafter mit Blick auf den japanischen Luftangriff von 1941 aus, der die USA zum Eintritt in den Zweiten Weltkrieg veranlasst hatte.

So ähnlich sei es 2001 gewesen. "Nach einer Periode des relativ langen Friedens, nachdem die Mauer in Berlin gefallen war, nachdem diese technologische Revolution der Internetrevolution eingesetzt hatte, hatte sich ein Wohlbehagen ausgebreitet", erinnerte sich Emerson im Deutschlandfunk. "Und dieser Anschlag kam als ein echter Schock." Danach sei den USA klar geworden: "Wir Amerikaner müssen uns mehr um die Welt um uns herum kümmern."

Guantanamo sei ein "Fehler"

Die US-Armee habe in der Folge Kriege in Afghanistan und im Irak geführt, sagte Emerson. Außerdem seien die US-Nachrichtendienste nach ihrem Versagen bei den Anschlägen reformiert worden. Das Gefangenenlager Guantanamo, in dem die USA bis heute Terrorverdächtige ohne ordentliche Gerichtsverfahren festhalten, sowie die Anwendung von Foltermethoden wie Waterboarding bezeichnete der US-Botschafter als "Fehler". Die US-Regierung arbeite weiter an der Schließung von Guantanamo.

Bei den Anschlägen vor 15 Jahren hatten Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center sowie in das Gebäude des Verteidigungsministeriums bei Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Etwa 3000 Menschen wurden durch die Anschläge getötet, die meisten in New York.

dpa

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