Wer möchte ihn haben?
„Ein echter Charmeur“: Hund Hennes hat fünfmal sein Zuhause verloren
Hund Hannes hat bereits fünfmal sein Zuhause verloren – trotz seines Charmes. Der Mischlingsrüde scheint Probleme mit der Anpassung zu haben.
Hamm – Im Tierheim möchte Hannes eigentlich gar nicht sein. Ansonsten würde er sich ja wohl bei Menschen in einem eigenen Zuhause anfangs nicht immer direkt so gut präsentieren. Irgendwie schafft es der Hund aber auch nicht, über längere Dauer der brave Zeitgenosse zu sein, den sich seine Besitzer wünschen. Fünfmal hat er daher sein Zuhause schon verloren – oder waren die Besitzer einfach nicht streng genug?
| Name: | Hennes |
| Hundes-Rasse: | Mischling |
| Geschlecht: | männlich |
| Geburtsdatum: | 1. Dezember 2019 |
| Kastriert: | ja |
| Größe: | 58 cm |
| Gewicht: | 30 Kilogramm |
Hund Hennes hat schon fünfmal sein Zuhause verloren
Wenn eine Mannschaft ein Fußballspiel verliert, ist in der Regel den Trainer schuld. Wenn Hunde ihr Benehmen verlieren, ist in der Regel der Halter schuld. So vielleicht auch bei Hennes. Trotzdem schreibt das Tierheim Velbert (NRW) über den Mischlingsrüden: „Bei Hennes fragt man sich, warum er sich selber sein Leben so schwer macht.“ Die Tierschützer bestätigen, dass er „mittlerweile zum fünften Mal sein Zuhause verloren“ habe – „und das immer wieder aus einem anderen Grund.“
So würde sich der Hund in den ersten Wochen im neuen Zuhause „meistens sehr gut“ präsentieren. Wenn Hennes sich eingelebt hat, scheinen aber die Pferde mit ihm durchzugehen – wohlgemerkt bei falscher Führung. „Er ist ein echter Charmeur, liebt es zu kuscheln und geht schnell eine enge Bindung mit seiner Bezugsperson ein. Grundkommandos, Leinenführigkeit, alleine bleiben und Autofahren: In all diesen Fächern bekommt Hennes Bestnoten“, erklärt das Tierheim. Auch würde er sich je nach Sympathie mit anderen Hunden vertragen, mit Katzen jedoch nicht. Dann folgt das große „Aber“.
„Mal hat er Ressourcen verteidigt, mal zeigte er sich territorial und griff fremde Menschen an und wieder ein anderes Mal akzeptierte er plötzlich nur noch eine Bezugsperson“, schreiben die Tierschützer. Diese Probleme würden „in ihrer Stärke je nach Führung und Haushalt“ variieren. Der Rat der Tierschützer: Mit „klaren Spielregeln“ und einer „souveränen Führung durch seine Bezugsperson“ würde der Hund ein „vorbildliches Verhalten an den Tag“ legen.
Tierheim-Hund Hannes sucht ein Zuhause
Die Menschen, die Hennes endlich ein „Für-immer-Zuhause“ schenken wollen, sollten dabei gewisse Voraussetzungen mitbringen. „Hennes sucht nun Menschen, die auf alle Eventualitäten vorbereitet sind und bereits viel Erfahrung mit Hunden haben“, meinen die Tierschützer. Darüber hinaus sei der kastrierte Rüde sehr schlau und gelehrig, „weshalb er ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung“ benötige. Ideal wäre demnach eine Einzelperson, da Hennes mehrere Personen im Haushalt nicht akzeptieren würde.
Ein doppeltes Happy End gab es derweil für das Tierheim Köln-Zollstock. Statt eines Hundes adoptierte die Familie gleich zwei.
Rubriklistenbild: © Tierheim Velbert
