Wuppertal
Die kleinsten der Welt – Mini-Antilope in NRW-Zoo geboren
Im Zoo in Wuppertal wurde Ende Januar ein Kirk-Dikdik geboren. Dikdiks zählen zu den kleinsten Antilopen der Welt und haben einen Rüssel.
Wuppertal – Das kleine Kirk-Dikdik hat braunes Fell, spitze Ohren und einen Rüssel. Auf den ersten Blick sieht das kleine Männchen aus wie eine Mischung aus Reh und Nagetier. Doch Kirk-Dikdiks sind eine Antilopenart und gehören zu den kleinsten Antilopen der Welt. Ende Januar gab es Nachwuchs bei den Kirk-Dikdiks im Wuppertaler Zoo. Zuletzt hatte der Zoo die Eintrittspreise dauerhaft angepasst – Kinder haben nun freien Eintritt.
Kirk-Dikdik im Wuppertaler Zoo geboren
Der kleine Antilopen-Herr ist auf dem Video, das der Zoo am 29. Januar veröffentlicht hat, gerade einmal zwei Tage alt. Es hat große dunkle Augen und schnuppert mit seiner rüsselartigen Nase in der Luft. Wie der Zoo mitteilt, werden Kirk-Dikdiks auch Zwergrüssel-Dikdiks genannt. Erst Ende November hatte es schon mit einer Berberlöwin einen Neuzugang im Wuppertaler Zoo gegeben.
Die rüsselartige Nase des Dikdiks dient dazu, bei hohen Temperaturen ihr Blut abzukühlen. Normalerweise leben Dikdiks nämlich in wärmeren Regionen wie Ost- und Südwestafrika. Sie haben eine Schulterhöhe von gerade einmal 40 Zentimetern und zählen damit zu den „kleinsten Antilopen“ der Welt.
| Name | Dikdiks; Afrikanische Zwergantilope |
| Unterordnung | Wiederkäuer |
| Größe | Rumpf: bis 70 Zentimeter; Schulterhöhe: bis 40 Zentimeter |
| Gewicht | Drei bis sieben Kilo |
| Lebensraum | Trockene Steppen und Halbdwüsten |
| Nahrung | Laub, Gräser, Früchte, Schoten |
Wie das Naturmagazin National Geographic berichtet, leben schätzungsweise rund eine Million Dikdiks in freier Wildbahn. Sie leben im Baum-, Busch- und Grassavannen und steinigen Hügeln in bis zu 3.000 Metern Höhe. Sie gelten nicht als bedroht, obwohl sie selten gesehen werden. Die Dikdiks sind durch ihre Größe und Farbe nämlich so optimal an ihre Lebensbedingungen angepasst, dass sie kaum zu erkennen sind.
Dikdiks sind in freier Wildbahn kaum zu erkennen
Die Tiere haben sehr feine Sinne und bemerken schnell, wenn sich Gefahr nähert. Dann verstecken sie sich eher. Entscheiden sie sich doch zur Flucht, können die Dikdiks eine Geschwindigkeit von bis zu 42 km/h erreichen. Weibliche Dikdiks stoßen zudem einen Laut aus, wenn sich Feinde nähern. Das Geräusch hört sich an wie ein „zik-zik“ oder auch „dik-dik“, berichtet National Geographic.
Mit dem Geräusch warnen sie aber nicht nur Artgenossen, sondern sämtliche Beutetiere in der Nähe. Die werden dann ebenfalls zur Flucht animiert. „Im Optimalfall ziehen diese dann die Aufmerksamkeit des Räubers auf sich und die kleine Antilope kann flüchten und wieder unbemerkt mit ihrer Umgebung verschmelzen“, berichtet National Geographic.
Bis das junge Kirk-Dikdik in Wuppertal sich der Öffentlichkeit zeigt, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Wie der Zoo mitteilt, hält sich das Jungtier in den ersten Tagen noch im geschützten Versteck auf. Neugeborene Dikdiks sind nämlich sogenannte Ablieger. Die Mutter sucht ihre Kleinen mehrmals am Tag auf, um sie zu säugen, will aber sonst möglichst nicht zu viel Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs lenken. (ebu)
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