Kalte Temperaturen

Nach Eiszeit im Januar: Bauernregel sagt voraus, wie es mit dem Winter-Wetter in NRW weitergeht

Für den 9. Januar gibt es eine alte Bauernregel, die, wenn man ihr Glauben schenken mag, Aufschluss über die kommenden Winterwochen in NRW liefern könnte.

Hamm – Manche verlassen sich auf Bauernregeln, andere halten sie für wenig verlässlich – ihr Aussagewert ist umstritten. Wissenschaftlich belegt sind sie nicht. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) basieren sie jedoch „teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern“. Eine dieser alten Wetterweisheiten gilt für den 9. Januar.

Glaubt man der Bauernregel vom 9. Januar, wird es im Norden in diesem Winter noch einige kalte Tage geben, in NRW könnte es in einigen Teilen bereits milder werden.

Die Weisheit lautet: „Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.“ Anders ausgedrückt: Bleibt es am 9. Januar sehr kalt, könnte der Winter noch eine Weile dauern. Wird es an diesem Tag milder – das heißt, das Eis „wird gebrochen“ – ist das ein Hinweis darauf, dass der Winter bald endet. Der 9. Januar ist der Gedenktag des heiligen Julian, der sich besonders für Kranke und Hilfsbedürftige einsetzte, so „wetter.de“.

Nach Eiszeit im Januar: Bauernregel sagt voraus, wie es mit dem Winter-Wetter in NRW weitergeht

Für den 9. Januar 2026 erwarteten die Wetter-Experten ein geteiltes Wetter-Szenario: Im Norden und Osten Deutschlands fiel meist Schnee mit Verwehungen, in den Mittelgebirgen ebenfalls, in tieferen Lagen dagegen Regen. Die Höchsttemperaturen reichen von -6 Grad an der Oder bis zu 9 Grad am Oberrhein. Schuld an den Gegensätzen war Sturmtief Elli: Milde Luft flutete aus Südwesten weite Teile Deutschlands, während nördlich davon Dauerfrost herrschte, berichtet wetter.com.

Schenkt man der Bauernregel Glauben, so können sich wohl noch einige Teile Deutschlands, gerade im Norden, auf einen noch länger andauernden Winter, womöglich mit Schneefall, einstellen, während es im Südwesten schon milder werden könnte. „Für den ersten Monat des Jahres gibt es eine ganze Reihe von Bauernregeln oder Weisheiten, die sich alle mit dem Winter oder mit der zu erwartenden Ernte im neuen Jahr beschäftigen“, so DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn.

Für einige Tage gibt es laut der Expertin auch mehrere Sprüche, „was sicher darauf zurückzuführen ist, dass früher jede Region ihre eigene Bauernregel hatte“. Statistische Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass die Regeln, mit wenigen Ausnahmen wie der Siebenschläfer-Regel, meist nur eine Trefferquote um 50 Prozent hätten.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Rene Traut

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