Leasing-Lösung

Trick bei Photovoltaik auf dem Dach – Sparen mit günstiger Alternative

5,1 kW peak baute das Leasing-Unternehmen dem Echthauser in kürzester Zeit aufs Dach.
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5,1 kW peak baute das Leasing-Unternehmen dem Echthauser in kürzester Zeit aufs Dach.

Thomas Ledune aus Wickede-Echthausen ist beim Strom fast autark - er hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Mit einem Trick hat er hat schon eine Tonne CO2 eingespart.

Wickede – Photovoltaik auf dem eigenen Dach ja, aber Respekt vor der Investition? Dann bietet sich die Möglichkeit, eine Anlage zu leasen. Man bezahlt jeden Monat eine feste Miete, nutzt möglichst viel von der eigenen Stromproduktion selbst, verkauft den Überschuss noch an seinen Versorger und hilft, CO2 zu vermeiden. Thomas Ledune sammelt mit seinem Haus in Wickede im Kreis Soest (NRW) jetzt erste Erfahrungen.

TechnikPhotovoltaik
ZielUmwandlung von Licht- in elektrische Energie

Trick bei Photovoltaik auf dem Dach – Sparen mit günstiger Alternative

„Ich wollte endlich mal den Schritt in die Richtung machen“, meint der 60-jährige Hausbesitzer. Im vergangenen Herbst ging er das Thema an und kontaktierte einen Vermieter von PV-Anlagen. Online gab er einige Infos zu Haus und Lage, denn kam ein Techniker raus, schaute sich das Dach und die Pfannen an, nahm Maße auf. Basierend auf diesen Werten kam ein Angebot, welche Größe vor Ort sinnvoll wäre und wie hoch die Leasing-Rate ist.

Thomas Ledune ist PV-Leasing-Betreiber aus Echthausen.

Ledune entschied sich für eine Anlage mit 5,1 kW peak und einen fünf kWh-Speicher. Die Installation ging fix. Der Aufbau war in einem Tag erledigt, dann kamen zweimal noch Fachleute für Verkabelung und Anschluss – und das war’s dann auch. Die Antragstellung für ihn als neuen Einspeiser, weiterer bürokratischer Aufwand – das machte alles der PV-Vermieter.

Das höchste Ziel lautet natürlich: Autarkie – man lebt nur noch von der eigenen Produktion und muss gar keinen Strom mehr aus dem Netz zu ziehen. „An Tagen wie heute macht es Spaß – da nehme ich nichts vom Netz“, meint Ledune am Montag mit Blick auf blauen Himmel und Sonnenschein von morgens bis abends. Der Batteriespeicher im Keller ist schnell voll und liefert den Strom für die Nacht. In den vergangenen 28 Tagen war Ledune damit zu 94 Prozent autark.

„148 kW Strom vom Dach, 56 aus der Batterie und nur 12 Kilowattstunden aus dem Netz gebraucht“, liest der Echthauser an seinem Handy ab – die App, die mit der Anlage kommt, gibt über unzählige Details Auskunft. Auch, dass er die Umwelt bisher bereits um knapp eine Tonne CO2 entlastet hat, die wegen seines Stromverbrauchs eben nicht in die Atmosphäre geblasen wurden.

Photovoltaik: Leasing der Anlage mit Vorteilen und Nachteilen

Die Kehrseite des Leasings: Ledune muss natürlich eine monatliche Gebühr bezahlen. Dagegen kann er jenen Strom verrechnen, den er selbst verbraucht und deshalb nicht kaufen muss. Und zudem die Vergütung von 8 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. In einer ordentlichen Woche kann er für etwa 11 Euro Strom einspeisen. Macht im Monat eine Vergütung von 44 Euro, die er von den Leasing-Raten runterrechnen kann.

Im Winter wird das anders sein. Da reicht der Ertrag an trüben Tagen und vielleicht sogar mit Schnee auf den Modulen nicht, um den Tagesbedarf an Strom zu produzieren. „Da muss ich Strom aus dem Netz beziehen“, sagt Ledune klar. Unterm Strich fährt er mit dem gegenwärtigen Konzept nach eigenen Worten zunächst kostenneutral, zahlt also in etwa so viel, wie er auch ohne PV-Anlage als ganz normaler Stromkunde bezahlen müsste, ohne aber CO2 einzusparen.

Saubere Installation: die Bauteile im Keller.

Das Ganze wird dann umso interessanter, je mehr man von seinem im Sommer fast immer überschüssigen Strom selbst verbraucht. Und da rücken für Thomas Ledune die Mobilitätskosten in den Blick. Teuren Sprit und auch die Pkw-Steuern kann er sich mit einem Elektro-Auto sparen, das er mit Hilfe einer Wallbox mit eigenem Strom betankt. Der Gedanke an ein E-Auto ist jedenfalls bereits vorhanden.

Photovoltaik: Geld und CO2 sparen

Eine weitere Option im Sommer und bedingt auch noch in den Übergängen: Statt mit Gas oder Öl kann man auch mit Strom das Spül- und Duschwasser erwärmen. Ob per Durchlauferhitzer oder mit Hilfe eines Heizstabs im Wasserpuffer: Mit überschüssigem PV-Strom statt Öl und Gas lassen sich weitere Kosten und weitere Mengen CO2 einsparen.

Aber selbst ohne solche anderweitigen Nutzungen des PV-Stroms oder ein E-Auto – für Thomas Ledune ist das Photovoltaik-Leasing „eine Investition in die Zukunft“. Nicht zuletzt bei Betrachtung der Kosten. Die monatliche Rate bleibt gleich – je mehr sich Strom und andere Energien verteuern, umso mehr spart er gemeinsam mit Ehefrau Christa als Hauseigentümerpaar. Und nach 20 Jahren bekommt er die Anlage für einen symbolischen Euro übertragen – oder das Unternehmen baut die Technik kostenfrei wieder ab.

Bereits jetzt hilft die Photovoltaik aber auch bei der umweltgerechten Bewirtschaftung des Hauses. „Man achtet darauf, wann man welche Verbraucher einschaltet“, berichtet Thomas Ledune von einer ganz besonderen Dynamik im Verbrauchsverhalten, die man mit einer solchen Anlage entwickelt. „Wir haben sonst die Spülmaschine abends angestellt und am nächsten Morgen ausgeräumt. Heute lassen wir sie tagsüber laufen, wenn der meiste Strom da ist“.

Übrigens: Wer sich für das PV-Leasing interessiert, kann bei einem vermittelten Vertragsabschluss auch noch eine hübsche Prämie einstreichen. 300 Euro waren es für denjenigen, der den Echthauser warb – und 300 ebenfalls für Thomas Ledune, als der sich seinerseits werben ließ.

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