Wetter

Gewitter, Starkregen und Blitzeinschläge: Chaos-Nacht in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen erlebte eine Nacht voller Unwetter. Die Feuerwehr musste zu vielen Einsätzen ausrücken. Es kam sogar zu Blitzeinschlägen.

Hamm – Nordrhein-Westfalen erlebte am Abend heftige Gewitter, die an einigen Orten zu starken Regenfällen führten. Die Feuerwehr war in verschiedenen Städten mit Hunderten von Einsätzen beschäftigt. Im Verlauf des Abends und der Nacht zum Dienstag beruhigte sich die Situation jedoch wieder. Am Morgen sind erneute Gewitter und Regenschauer zu erwarten, die insbesondere im östlichen Bergland erneut heftige Regenfälle verursachen könnten.

Unwetter in Nordrhein-Westfalen: Starkregen, Gewitter und Blitzeinschläge

Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärte gegenüber wa.de, dass das an einer Kaltfront liegen würde, die NRW aus Westen – also auch den Niederlanden – erreichte. „Zusammen mit der schwülwarmen Luftmasse kann das ordentlich knallen. Dabei ist es schwülwarm“, sagte er und wagte eine ähnliche Wetter-Prognose für Dienstag, 3. September: „Schwülwarm, Sonne und später einige Gewitter.“

Die Feuerwehr Ratingen berichtete, dass eine heftige Regenzelle über die Stadt zog und vor allem in den Stadtteilen Breitscheid und Lintorf Wasserschäden verursachte. Bis zum frühen Abend wurden 120 Schadensfälle gemeldet. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Situation zu bewältigen.

In Nordrhein-Westfalen hatte das Unwetter auch Blitzeinschläge in Häuser zur Folge.

Feuerwehr wegen Unwetter in NRW im Dauereinsatz

Die Feuerwehr Duisburg verzeichnete ebenfalls viele Einsätze aufgrund eines starken Gewitters. In Huckingen führte ein Blitzschlag zu einem Dachstuhlbrand, der ein Doppelhaus unbewohnbar machte. Darüber hinaus wurden Brückenunterführungen überflutet und Menschen mussten aus ihren Fahrzeugen gerettet werden.

Insbesondere in der Stadtmitte und im Süden von Duisburg war die Feuerwehr aktiv. Neben der Berufsfeuerwehr wurden alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Insgesamt waren 250 Einsatzkräfte vor Ort, darunter 175 Freiwillige.

Blitz schlägt in Haus in Dortmund ein: Zwei Personen erleiden Stromschlag

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, ist zudem ein Blitz in Dortmund in ein Haus eingeschlagen und hat für einen Dachstuhlbrand gesorgt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr seien daraufhin über drei Stunden an der Brechtener Straße im Einsatz gewesen. Zwei Personen, eine junge Frau und ein junger Mann, seien demnach anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie sollen einen Stromschlag bekommen haben, weil sie zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags ein Handy bzw. ein Tablet in der Hand hielten. Beide Geräte waren offenbar über ein Ladekabel mit der Steckdose verbunden. Über die Schadenshöhe sei bislang noch nichts bekannt.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
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Die Feuerwehr Dinslaken hatte wegen des Wetters ebenfalls alle Hände voll zu tun und musste sich um überflutete Keller und Straßen kümmern. Aus der Leitstelle der Feuerwehr in Wesel wurde berichtet, dass mehr als 1000 Anrufe eingegangen waren und 260 bis 280 Einsätze gefahren wurden. Es bestand jedoch keine Gefahr für Menschenleben. Kurz vor 22 Uhr hatte sich die Situation bereits weitgehend normalisiert. (maho/dpa)

Rubriklistenbild: © Thomas Rensinghoff/dpa

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