Kuriose Funde in Hagen

Wieder neugeborene Welpen ausgesetzt – „Vermuten, dass es dieselben Leute sind“

Frisch geborene Hundewelpen in Hagen ausgesetzt
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Die Welpen waren gerade einmal zwei bis drei Tage alt, als sie in einem Karton in Hagen ausgesetzt wurden.

Fünf neugeborene Welpen wurden in Hagen in einem Karton ausgesetzt – schon zum zweiten Mal in diesem Jahr in derselben Straße.

Hagen - Birgit Ganskow ist ratlos. Wieso wurden zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Bahnhofstraße in Hagen frisch geborene Welpen in einem Karton ausgesetzt? An einen Zufall glauben die Mitarbeiter des Tierschutzvereins nicht, zumal es sich in beiden Fällen – augenscheinlich – um die gleiche Rasse handelte. „Für mich ist es dieselbe Mütterhündin“, sagt Tierschützerin Ganskow.

Am 10. Dezember 2023 fand ein Fußgänger in der Bahnhofstraße in der Hagener Innenstadt einen Karton im Gebüsch. Darin befanden sich fünf Hundewelpen, die nach Angaben des Tierheims gerade einmal zwei bis drei Tage alt waren. Die Nabelschnur sei nach Angaben von Tierärztin Annika Möhl noch dran gewesen. Der Finder brachte den Karton zur nahegelegenen Polizeiwache, von dort aus ging es für die Welpen – augenscheinlich Rhodesian Ridgebacks – ins Tierheim.

Welpen in Karton ausgesetzt – schon zum zweiten Mal in derselben Straße

Immer wieder werden in NRW Tiere ausgesetzt, nicht selten sind es ganze Würfe von Welpen oder Kitten. Über die Gründe lässt sich oft nur spekulieren. Gerade, wenn es nicht geplant war, dass der Vierbeiner Nachwuchs bekommt, stecken häufig Platzprobleme, finanzielle Schwierigkeiten oder einfach Desinteresse dahinter.

Frisch geborene Hundewelpen wurden in Hagen in einem Karton ausgesetzt.

Umso kurioser ist der Fall in Hagen – oder eher die Fälle. Birgit Ganskow erzählt im Gespräch mit wa.de, dass bereits am 16. Januar in der Bahnhofstraße ausgesetzte Welpen in einem Karton gefunden wurden. Es sei „fast dieselbe Stelle“ gewesen – mitten in der Innenstadt. Auch damals seien die Tiere in der Polizeiwache abgegeben worden, die sich an der Bahnhofstraße 42 befindet.

Laut Ganskow wurde damals ein grauer Wagen beobachtet, der an der besagten Stelle gehalten hatte. Eine Frau sei ausgestiegen und habe – vermutlich – den Karton abgestellt. Ein Kennzeichen sei nicht zu erkennen gewesen.

Zwei Welpenfunde in Hagen: „Vermuten, dass es dieselben Leute sind“

„Die Fälle ähneln sich derart, dass wir alle vermuten, dass es dieselben Leute sind“, sagt Ganskow. Es würde sogar zeitlich passen, rechnet die Tierschützerin vor. Wenn die Hündin im Januar 2023 Welpen bekommen habe, hätte sie durchaus im Laufe des Jahres wieder läufig und gedeckt werden und nach einer Trächtigkeitsdauer von bis zu 65 Tagen im Dezember dann ihren nächsten Wurf haben können.

Für den Dezember-Wurf hat sich eine Ammenhündin gefunden, die die Welpen aufzieht.

Einer der Welpen, die im Januar gefunden wurden, überlebte laut Ganskow nicht. Im aktuellen Fall sorgte eine glückliche Fügung dafür, dass die fünf Welpen eine Ersatzmama gefunden haben. Überm Berg sind die Hunde nach Angaben von Tierärztin Annika Möhl aber noch nicht.

Die Tierschützer in Hagen sind ratlos. „Es kann keiner von uns verstehen“, sagt Ganskow. „Die Welpen sind so winzig, dass sie auf ihre Mutter angewiesen sind.“ Muttermilch sei in den ersten Tagen ganz wichtig.

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