Ein Park aus Wald
Malerisches Wasserschloss auf vier Inseln lädt zum majestätischen Flanieren ein
Knallgelb strahlt das Wasserschloss inmitten seiner verwunschenen Parklandschaft. Auf vier Inseln gebaut und von so viel Grün umgeben, wirkt es wie verzaubert.
Jüchen – Alleen mit uralten, riesigen Eichen spenden Schatten. Das Wasser plätschert leise gegen das grüne Ufer. Im kleinen See, der eigentlich der sehr stark verbreiterte Kelzenberger Bach ist, steht das Schloss.
Flanieren wie die Majestäten – an einem Wasserschloss auf vier Inseln
Knallgelb gestrichen prunkt es in der verwunschenen Landschaft. Schloss Dyck ist eines der kulturhistorisch bedeutendsten Wasserschlösser im Rheinland. Das Gelände bei Jüchen im Rhein-Kreis-Neuss wird auch Dycker Ländchen genannt, weil es so abgeschieden und wie nicht von dieser Welt wirkt.
Die Geschichte des Schlosses ist laut der Stiftung Schloss Dyck seit 1904 belegt. Zu der Zeit war es eine „einfache Befestigungsanlage im sumpfigen Brachgebiet“. Dann wurde nach und nach ausgebaut, von den Generationen, die das Schloss später in Besitz hatten, bis hin zu wehrhaften Wasserburg. Auch umliegende Ortschaften verschmolzen demnach mit dem Herrschaftsbezirk.
Alte Brücke als Foto-Hotspot – oder zum ganz in Ruhe innehalten
995 Jahre lang blieb das Wasserschloss im Besitz einer Familie: Den Salm-Reifferscheidt-Dycks. Dann übernahm die Stiftung Schloss Dyck und das Schloss wurde zum heutigen Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur.
Auch die Landschaft ist der Stiftung zufolge eine „einzigartige Kulturlandschaft“, gut erkennbar bei einem Besuch. Der Englische Landschaftsgarten direkt am Schloss befindet sich nach „behutsamer Restaurierung“ in seinem ursprünglichen Zustand. Es gibt noch die Orangerie mit exotischen Pflanzen und seltenen Baum- und Straucharten im Insel- und Parterregarten sowie die romantische Brücke, die der perfekte Instagram-Foto-Hotspot ist – oder vielleicht doch besser ganz in Stille genossen wird.
Idyllische Waldwege und Alleen mit wertvollen Baumarten
Wo waldarmes Gebiet die Landschaft prägt, ist das Dycker Ländchen ein regelrechtes Baum-Refugium. Alte Eiben, ein Mammutbaum, eine Sumpfzypresse und andere wertvolle Gehölze wachsen auf dem rund 53 Hektar großen Areal. Waldwege und schattige Alleen führen durch den Park. „Mal dient die malerisch gestaltete Natur als Rahmen, mal ist sie selbst das Hauptmotiv einer Bildkomposition“, schreibt die Stiftung über die idyllische Waldanlage.
Zuletzt wurde ein asiatisch-japanischer Schaugarten angelegt. So verändert sich der Schlossgarten auch heute noch, ohne seinen Charme aus 10 Jahrhunderten zu verlieren.
Einen ähnlich beeindruckenden Park hat auch Schloss Nordkirchen im Münsterland. Es wird auch das „Westfälische Versailles“ genannt.

