An die frische Luft

Von Drachen und Lustschlössern: Zehn zauberhafte Ausflugsziele für den Herbst in NRW

Der Herbst hält bald Einzug in NRW. Touren durch farbiges Laub, Nebel-Wanderungen und herzhafte Rezepte strahlen wieder Behaglichkeit aus. Die faszinierendsten Ziele für einen märchenhaften Ausflug.

Hamm – Manchen Menschen fällt der Abschied vom Sommer schwer. Doch es gibt auch die, die sich auf den bevorstehenden Jahreszeitenwechsel freuen. Die, die sich vom Herbst in einen aktiven Modus bringen lassen, die wieder Energie verspüren, weil die Hitze langsam geht. Die, die Lust haben auf frische Luft, auf buntes Herbstlaub und den erdigen Duft von Waldboden – oder eine märchenhafte Auszeit in Burg oder Schloss.

Das Lustschloss in Düsseldorf Benrath: Ein Märchentraum aus Rosa und Weiß

Für sie und für alle, die Herbst-Fans werden wollen, hält Nordrhein-Westfalen märchenhafte Orte bereit. Von Felsen, über eine Höhle und Märchenhäuser bis hin zum rot und gelb eingefärbten Herbstwald geht es mit diesen Tipps einmal durchs ganze Bundesland.

Aufstieg auf den Drachenfels: Vorbei an Grotte und Nibelungenhalle

Da ist zum Beispiel ein ganz besonderer Berg im Westen NRWs, der Besucher mit seiner Geschichte fesselt. Der Drachenfels bei Königswinter ist sagenumwoben. Hier soll einem Mythos zufolge ein furchteinflößender Drache sein Unwesen getrieben haben. Noch heute ist der Aufstieg zum Gipfel märchenhaft. Er führt vorbei an der Drachenhöhle, Schloss Drachenburg, an der Nibelungenhalle und hinauf zum Drachenfelsplateau.

Ein Umweg führt sogar vorbei an einer alten Spuk-Hütte. Oben erwartet die Wanderer ein weitläufiger Blick auf das Siebengebirge, den Rhein und Königswinter. Wer den Aufstieg scheut, kann auch gemütlich mit der Drachenfelsbahn hinauf fahren. Sie ist die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Ebenfalls zauberhaft: Ein Ausflug auf den benachbarten Petersberg, um Drachenfels und Drachenburg von Weitem zu bewundern.

Drachen, Felsen und Lustschlösser: Märchenhafte Ausflugsziele in NRW für den Herbst

Tiefnebel über dem Rheintal bei Königswinter: Eine Frau blickt vom Petersberg auf Schloss Drachenburg und den Drachenfels.
Der Vollmond geht hinter der mystischen Burgruine Drachenfels am gleichnamigen Berg auf.
Schloss Drachenburg am Drachenfels in der herbstlichen Abendsonne: Der Berg, Schloss und Burgruine sind sagenumwoben.
Schloss Burg liegt im Wald über der Wupper, nahe bei Solingen. Es gilt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen des Bergischen Lands.
Drachen, Felsen und Lustschlösser: Märchenhafte Ausflugsziele in NRW für den Herbst

Sagen der Brüder Grimm: Der Märchenwald Altenberg

Sprichwörtlich märchenhaft ist es auch im Bergischen Land. Hier lässt sich tief eintauchen in die Märchen und Sagen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Sie trugen zu Beginn des 19. Jahrhunderts Geschichten aus dem ganzen Land zusammen. So entstanden die Märchen der Gebrüder Grimm, die im Märchenwald Altenberg nacherzählt werden.

In kleinen Waldhäuschen können Besucher hier tief eintauchen in die Märchenwelt. Bewegliche Figuren wie Rapunzel, Dornröschen und der Froschkönig erwachen auf Knopfdruck zum Leben. Vieles darf hier angefasst werden und der bunte Herbstwald lädt zum Toben ein – ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Auf der Website gibt es eine Märchen-Rallye zum kostenlosen Download, um die Grimm-Welt spielerisch zu erkunden.

10 schöne Ausflugsziele für den Herbst in NRW

Im Ausflugsmagazin werden 10 verschiedene Ausflugsziele in NRW vorgestellt. Hier können Sie das Magazin „10 schöne Ausflugsziele für den Herbst in NRW“ kostenlos als PDF herunterladen.

Das Versailles von NRW: Schloss Nordkirchen im Münsterland

Wenn Dornröschen in NRW gelebt hat, dann vielleicht im „Westfälischen Versailles“. Umgeben von Parks, Labyrinthen und einem Wassergraben prunkt Schloss Nordkirchen im Münsterland. Die Einfahrt des barocken Wasserschlosses macht beinahe das Hufgetrappel etlicher Kutschen hörbar, die zum Ball einfahren, auf dem die Prinzessin den Prinzen – oder die Prinzessin – für den Rest ihres Lebens kennenlernt.

Das romantische Feeling lässt sich auch bei einer Führung durch das Schloss erfahren. An jedem Sonn- und Feiertag gibt es stündliche Führungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostet für Erwachsene 5 Euro. Highlight ist auch die weitläufige Parkanlage mit Skulpturen, Labyrinthen, Wasserläufen und ganz viel Grün.

Mythische Grotten und Hallen in der Dechenhöhle im Sauerland

Schummriger ist es an einem anderen, mythischen Ort in NRW. Die Dechenhöhle in Iserlohn wirkt wie von einem anderen Stern. Die Tropfsteinhöhle besteht aus etlichen Gängen und Hallen, die so wunderbar märchenhafte Namen tragen wie Nixengrotte und Grufthalle.

Das Wunderland bietet Führungen an – und die Dechenhöhle ist wohl die einzige Höhle Deutschlands mit einem eigenen Bahnanschluss. Mehrere kleinere und größere Höhlen im Umkreis wurden bereits im 15. Jahrhundert entdeckt. Damals gingen die Menschen bei hier gefundenen Knochen von Drachenknochen aus.

Deutschlands einzige Höhle mit einem Bahnanschluss liegt in NRW – und sie ist so schön

Die Dechenhöhle in Iserlohn-Lethmathe hat viel zu bieten.
Die Dechenhöhle in Iserlohn-Lethmathe hat viel zu bieten.
Die Dechenhöhle in Iserlohn-Lethmathe hat viel zu bieten.
Die Dechenhöhle in Iserlohn-Lethmathe hat viel zu bieten.
Deutschlands einzige Höhle mit einem Bahnanschluss liegt in NRW – und sie ist so schön

Im Tecklenburger Land begibt sich ein Pfad auf die Historie der Hexenverfolgung. Der rund fünf Kilometer lange Hexenpfad gibt einen Einblick in dieses dunkle Zeitalter, ohne komplett runterzuziehen. Denn der Wald, die Burgruine am Wegesrand und die Hexenküche lenken schnell wieder ab.

Eine kleine Hexe auf einem Besen weist als Symbol den Wanderweg auf dem Pfad. Auch für Kinder ist der Pfad spannend und nicht zu gruselig. Um die Tour für sie besonders spannend zu machen, wird fortlaufend die Geschichte der kleinen Hexe Loki Lockenkopf erzählt.

Auf den Spuren der Brüder Grimm: Deutsche Märchenstraße in NRW

Wer auf Märchen, Sagen und Legenden steht, wird in NRW also leicht fündig. Passenderweise führt auch die an die Brüder Grimm angelehnte Deutsche Märchenstraße durch malerische Orte im Bundesland. In Bad Oeynhausen, Höxter, Lügde, in Schieder-Schwalenberg und im Kalletal sind Stationen der Route.

So sind in Höxter und Schieder-Schwalenberg besonders die Altstädte eine wahre Idylle. In Lügde gibt es den Lügder Mythenweg, der an bedeutsamen Kulturstätten und mythischen Orten entlangführt. In Bad Oeynhausen befindet sich in einer Villa das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum. Und in Kalletal begrüßt der gestiefelte Kater aus dem gleichnamigen Märchen die Besucher schon am Ortseingang. Regelmäßig werden hier Märchenwanderungen mit gemeinsamem Lagerfeuer angeboten.

Lustschloss in Düsseldorf: Ein Traum aus Rosa und Weiß

Rosafarbene Wände innen und außen lassen Prinzessinnenträume wahr werden. Schloss Benrath in Düsseldorf gilt als opulentes Lustschloss, mit weißem und goldenem Stuck über und über an den Wänden, breiten Treppenaufgängen und glänzendem Fischgrätparkett.

Der Park des Schlosses wurde im 18. Jahrhundert mit etlichen Bäumen aufgeforstet. Dadurch ist er nicht nur gartenkünstlerisch „von hoher Qualität“, wie die Verantwortlichen schreiben, sondern auch kultur- und naturgeschichtlich. Und eine extra Führung führt durch die mythischen „verborgenen Gebäude“ im Innern des Schlosses.

Wichtig fürs Klima und ein Traum zum Wandern: Das Mützenicher Venn

Nahe der romantischen Eifel-Stadt Monschau liegt ein ganz besonderer Ort. Die Mystik im Mützenicher Venn ist fast greifbar. Besonders wenn das Moor im Nebel liegt, ist der Gedanke an Naturgeister, Moorwesen und Irrlichter nicht weit. Es handelt sich um ein Hochmoor, auf einer Höhe von 620 Metern über dem Meeresspiegel.

Hier schlängelt sich ein Bohlenweg (übrigens barrierefrei!) durch die Moorlandschaft mit dunklem Wasser. Die Bedeutung von Mooren ist gerade in Zeiten der Klimakrise enorm, da sie Kohlenstoff binden und viele anderswo bedrohte oder gar nicht vorkommende Arten beheimaten. Ein Infopfad erzählt hier über Bedeutung und Artenschutz im Moor.

Kulturstätte mit aktuellem Reiz: Die Externsteine im Teutoburger Wald

Im Teutoburger Wald befindet sich eine berühmte Kultstätte. Auch heute wird sie noch als solche genutzt, jährlich pilgern zur Sommerwende etliche Menschen dorthin. Die Rede ist von den Externsteinen, einer bizarren Felsformation, ausgebaut mit Treppen und Brückchen, umgeben von Wasser und malerischem Herbstwald.

Auf dem einen der Felsen befindet sich ein Loch, in dem zur Sommersonnenwende zu einer ganz bestimmten Uhrzeit die Sonne steht. Ein magischer Moment, für die, die es fühlen. Der Teutoburger Wald drumherum lädt zu ausgedehnten Herbstwanderungen ein.

Schloss Burg: Das Wahrzeichen des Bergischen Lands im Herbstwald

Die bergische Grafenresidenz Schloss Burg liegt ebenfalls im Wald. Nahe der Wupper ragt die gut erhaltene Burg vom Berg auf und überblickt das Bergische Land bei Solingen. Mit der ältesten Doppelsesselbahn Europas führt von Unterburg nach Oberburg hinauf, wo auch Schloss Burg liegt.

Dort lädt eine Einkehr zu Rast ein, außerdem befindet sich im Innern des Schlosses auch eine Jugendherberge. Die Feste des Rittergeschlechts von Berg zählt zu den beliebtesten und meistbesuchten Kulturstätten des Rheinlands. Ab 2026 soll der Zugang barrierefrei sein.

Rubriklistenbild: © IMAGO / blickwinkel

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