Tief „Unai“ wütet
Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume – schwere Schäden nach Unwetter in NRW
Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Montag teils schwere Schäden angerichtet. Vielerorts stürzten Bäume um. Besonders heftig traf es den Großraum Köln.
Köln – Teile von NRW wurden am Montagnachmittag von einem kurzen, aber heftigen Unwetter erfasst. Gewitter mit Sturmböen und Starkregen richteten gebietsweise schwere Schäden an. Die Feuerwehren und Polizeistellen im Land berichten von vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen. Teilweise wurden der Bahnverkehr und der Autoverkehr eingeschränkt.
Umgestürzte Bäume in Köln – eine Person verletzt
Besonders heftig hat es den Großraum Köln erwischt. In Köln allein hat die Feuerwehr von „zahlreichen Einsätzen“ gesprochen. Im Stadtgarten wurden mehrere Bäume entwurzelt. Eine Person wurde dabei verletzt. Außerdem gab es mehrere Meldungen über vollgelaufene Keller.
Auch der naheliegende Rhein-Erft-Kreis wurde vom Unwetter durch Tief „Unai“ getroffen. „Insbesondere in Frechen sind seit etwa 13:30 Uhr Bäume und Äste, eine Laterne sowie Dachziegel auf die Straßen geweht worden“, teilte die Polizei dort mit. Eine Oberleitung der KVB-Linie 7 wurde im Bereich der Haltestelle Frechen-Kirche beschädigt. Die Strecke dort wurde gesperrt. Der starke Wind in Frechen war laut einem Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein Phänomen auf kleinem Raum und dauerte nur kurz.
Bäume stürzen auf Bahnstrecke und Autobahn
In Ratingen wurde ein Flachdach durch den Sturm abgedeckt. Ein Baum stürzte auf einen PKW. In Hamm schlug am Nachmittag ein Blitz in ein Haus ein und löste einen Dachstuhlbrand aus, wie wa.de berichtet.
Im Bergischen Land hat ein umgestürzter Baum den Zugverkehr zwischen Velbert und Wuppertal beeinträchtigt. „Zurzeit sind keine Zugfahrten im betroffenen Streckenabschnitt möglich“, heißt es bei zuginfo.nrw. Und auch auf den Autobahnen gab es teilweise Einschränkungen. In Frechen musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume an der A1-Auffahrt beseitigen. Zwischen Köln-Lövenich und Hürth gab es zwischenzeitlich in beiden Richtungen ebenfalls Gefahr durch umgestürzte Bäume auf der A1.
Der DWD warnt auch am späten Nachmittag in einigen NRW-Regionen immer noch vor starkem Gewitter. Zum Abend sollen die Gewitter dann nachlassen oder gen Osten abziehen. Lange Beruhigung gibt es aber wohl nicht. Bereits für Mittwoch werden neue Gewitter erwartet. (bs mit dpa-Material)
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