Traditionsreiches Event

Vor Kirmes-Start in NRW: Stadt hat Bitte an Besucher

NRW bereitet sich vor: Eines der größten Volksfeste kehrt in den kommenden Wochen für seine zweite Runde zurück. Die Vorbereitungen sind in vollem Gang.

Münster - Aller guten Dinge sind drei. Das bekannte Sprichwort kommt bei vielen im Alltag zum Einsatz. Im Münsterland trifft der Spruch auch auf das größte Volksfest der Region zu, das dreimal jährlich veranstaltet wird und in 2024 rund eine Million Besucher anlockte. Im Juli steht die zweite Auflage in 2025 auf dem Plan: der Sommersend. Die Vorbereitungen laufen.

Der Sommersend 2025 - das Angebot

Fünf Tage lang, vom 17. Juli (Donnerstag) bis zum 21. Juli (Montag) läuft der Sommersend in Münster. Das Volksfest bietet ein großes Angebot. Neben vielen Imbiss- und Getränkeständen stehen auch zahlreiche Schausteller in den Startlöchern, die mit den Fahr- und Belustigungsgeschäften für Unterhaltung sorgen wollen:

Neben dem „Solar Wheel“, einem 33 Meter hohen Riesenrad, das vollständig mit Solarkraft angetrieben sein soll, warten noch weitere Fahrgeschäfte: Karussells, wie die 42 Meter hohe Schaukel „No Limit“, Geisterbahnen, Autoscooter - die Liste ist schier endlos. Auf dem 32.000 Quadratmeter großen Festplatz, dem Schlossplatz, werden bis zu 150 Schausteller erwartet.

Auf dem vergangenen Frühjahrssend, der vom 22. bis zum 30. März stattfand, feierten insgesamt 340.000 Menschen. „Zum Sommersend werden rund 250.000 Besucherinnen und Besucher erwartet“, teilte nun die Stadt Münster auf Anfrage von wa.de mit. „Diese geringere Zahl ergibt sich daraus, dass er mit lediglich fünf Tagen etwas kürzer ist.“

Die Aktionen beim Sommersend 2025

Zum Auftakt am Donnerstag wird der Familientag gefeiert. Besucher können sich auf Rabatte freuen. Auf dem vergangenen Frühjahrssend gab es bei vielen Schaustellern Ermäßigungen von bis zu 30 Prozent. Auch Verkaufsgeschäfte senkten die Preise für ein Produkt um 25 Prozent. In diesem Jahr wird es die Ermäßigungen am 17. Juli erneut geben.

Des Weiteren will das Volksfest vor allem am Freitag viele Besucher anlocken. Wie auf jedem Send ist am 18. Juli, dem Freitag, ein großes Feuerwerk geplant. Das traditionelle Höhenfeuerwerk beginnt um 22.30 Uhr.

Kult-Event in Münster: Die besten Impressionen vom Wochenmarkt

Jeden Mittwoch und Samstag bieten die zahlreichen Stände auf dem Wochenmarkt viele Leckereien und schöne Dinge an.
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Kult-Event in Münster: Die besten Impressionen vom Wochenmarkt

Den Montag sollten sich Besucher vormerken, die im Besitz der „Stadtwerke Momente-Card“ sind. Die Karte bekommen alle Kunden der Stadtwerke Münster kostenlos. Mit ihr erhalten sie Coupons von Fahrgeschäften, die zwei Fahrten zum Preis von einer anbieten, wie es auf der Internetseite der Stadtwerke heißt.

Stadt äußert Bitte an Besucher

In der Regel öffnen die Buden um 14 Uhr. Sonntags beginnt der Send bereits um 11 Uhr. Zapfenstreich ist freitags und samstags um Mitternacht. An den übrigen Tagen eine Stunde früher, um 23 Uhr. Hier sind die Öffnungszeiten im Überblick:

  • Donnerstag, 17. Juli: 14 bis 23 Uhr
  • Freitag, 18. Juli: 14 bis 24 Uhr
  • Samstag, 19. Juli: 14 bis 24 Uhr
  • Sonntag, 20. Juli: 11 bis 23 Uhr
  • Montag, 21. Juli: 14 bis 23 Uhr

An allen Tagen, außer am Sonntag, können Geschäfte bereits um 12 Uhr öffnen, wie die Stadt Münster mitteilt. Ausgenommen seien Fahr-, Lauf- und Belustigungsgeschäfte.

Außerdem hat die Stadt Münster bekannt gegeben, dass das Gelände umzäunt sein wird. An den vier Eingängen werden vom Kommunalen Ordnungsdienst Taschenkontrollen durchgeführt. „Die Stadt Münster bittet darum, nach Möglichkeit auf die Mitnahme von Taschen und Rucksäcken zu verzichten. Glas, Waffen, Messer jeglicher Art und sonstige gefährliche Gegenstände sind auf dem Send-Gelände verboten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Sommersend 2025 - die Anreise mit Bus, Bahn (ÖPNV) und Auto

Damit die vielen Besucher auch am Send ankommen, verkehren viele Buslinien in der Stadt. Während des Volksfests fahren Busse ab dem Hauptbahnhof im Fünf-Minuten-Takt. Die Linie 1 und 9 bringen Besucher direkt zum Festplatz (Haltestelle „Schlossplatz“). Auch die Linien 11, 12, 13 und 22 bringen Kirmesfans ans Ziel (Haltestelle „Landgericht“).

Wer sich nicht auf den ÖPNV verlassen will und mit dem Auto anreist, kann auf mehrere Parkmöglichkeiten zurückgreifen. Die Parkhäuser Aegidiimarkt, Georgskommende und Theater haben geöffnet und können während des Sends genutzt werden. Sonderöffnungszeichen seien an den Einfahrten der Parkhäuser und an der Kassenzentrale sichtbar. Rund um den Schlosspark gibt es zudem die Parkplätze „Domagkstraße/ Rishon-Le-Zion-Ring“ und „Lindenhof, Zufahrt über Himmelreichallee“, welche in dieser Zeit genutzt weden können.

Weitere Möglichkeiten sein Auto abzustellen, gibt es am Samstag (19. Juli) am Park+Ride Parkhaus „Coesfelder Kreuz“, das von 8 bis 23 Uhr geöffnet ist. Ein Tagesticket kostet fünf Euro. Das Ticket gilt für fünf Personen als Fahrschein für die Stadtbusse, die in die Innenstadt fahren. Auch hier fahren die Linien 1 und 5 in Richtung des Volksfests (Haltestelle „Neutor/Schlossplatz Nord“). Alternativ sind ebenfalls die Linien 11 und 12 nutzbar (Haltestelle „Landgericht/Schlossplatz Süd“).

Der Sommersend - was es mit dem Volksfest auf sich hat

Dass der Sommersend in Münster heutzutage ein reiner Vergnügungsmarkt ist, war nicht immer so. Das Volksfest kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Wie die Stadt Münster auf ihrer Internetseite verrät, ist der Name von „Synode“ abgeleitet. Das war eine zweimal jährlich gehaltene Versammlung der Geistlichen und der Bistumsvertreter, die seit dem 9. Jahrhundert abgehalten wurde.

Ab dem 11. Jahrhundert hatte sich an die Sitzung ein Markt angeschlossen. Dort durfte jeder frei Waren anbieten. So zog der Send viele Menschen aus der weiteren Umgebung an, die nun günstiger einkaufen konnten. Solche Märkte wurden in Münster mit einer roten Fahne an einem der Domtürme angezeigt und dem sogenannten Sendschwert, das am historischen Rathaus befestigt ist.

Das originale Schwert aus dem Jahre 1578 wurde jedoch im vor 25 Jahren entwendet. Seitdem hängt dort eine Rekonstruktion. Inzwischen hat die Stadt Münster einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt, um die historische Waffe zurückzubekommen. Auch wenn das Jahrhunderte alte Schwert bis heute fehlt, feiert die Stadt weiter.

Rubriklistenbild: © Stadt Münster

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