Wetterwechsel

Unwetter-Gefahr in NRW: DWD erwartet Gewitter und „mehrstündigen Starkregen“

Wegen einer markanten Wettergrenze über Deutschland kann es in NRW bis einschließlich Pfingsten brisant werden. Es besteht eine Unwetter-Gefahr durch Starkregen.

Hamm - Nachdem am Himmelfahrtswochenende in NRW der Sommer ausgebrochen war, wird das Wetter wieder unbeständiger. Zwar sind die Prognosen im Detail noch unsicher, wie die Meteorologen betonen. Vieles deutet laut den Experten aber darauf hin, dass es in Nordrhein-Westfalen durch eine markante Wettergrenze zu Unwettern kommen könnte. Auch Pfingsten ist in Gefahr.

Schon zu Beginn der neuen Woche kündigten sich einzelne Gewitter mit Starkregen in NRW an, die lokal auch unwetterartig ausfallen konnten. Stand NRW zunächst noch größtenteils unter dem Einfluss eines Hochs, klopft jetzt „ein kleines, böses Tief an die Tür“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Wetter: NRW „von Gewittern und Unwettern betroffen“

Es zeichne sich ab, dass sich im Laufe der Woche eine „markante Wettergrenze einmal genau über Deutschland“ bilde. „Das Tief und das Hoch rangeln miteinander – und wir sind mittendrin“, so Jung. Im Übergangsbereich könne es zu Starkregen kommen. „Bis Freitag sind besonders Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland und Baden-Württemberg von den Gewittern und Unwettern betroffen, später auch Teile von Thüringen und Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt.“

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

„Das Problem sind Tiefs, die nicht weiter nach Osten kommen. Dabei bilden sich Gewitter, die teils stationär sind und daher starken Regen immer wieder an den gleichen Ort bringen. Das bedeutet eben lokal eng begrenzt Überschwemmungspotenzial durch Sturzregen oder Sturzfluten.“

Unwetter-Gefahr in NRW: DWD erwartet Gewitter und „mehrstündigen Starkregen“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Mittwoch, 15. Mai, zunächst mit vereinzelten Gewittern mit Starkregen, die von Südwesten her aufkommen. Dabei sind die Temperaturunterschiede in NRW sehr groß – von 17 Grad in der Eifel bis 28 Grad im Mindener Land. In der Nacht zu Donnerstag erwarten die DWD-Experten „vor allem anfangs lokal teils kräftige Gewitter mit Starkregen“. Dies könnte dann auch in einen „mehrstündigen Starkregen“ übergehen.

Und auch am Donnerstag werden laut DWD Schauer und Gewitter mit Starkregen erwartet. „Lokal unwetterartiger Starkregen wahrscheinlich“, so die Meteorologen.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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