„Wie ein junges Reh“
Unterernährt und vernachlässigt: Rüde Alpha bewahrt seine Lebensfreude
Ein „Schatz, der jeden Cent wert ist“: Bullterrier Alpha steckt voller Fröhlichkeit und Kuschelfreude. Er sucht rassekundige Menschen und belohnt sie mit seiner puren Lebensfreude.
Düren – Dieser Wirbelwind beeindruckt alle: Alpha lässt sich nämlich nicht unterkriegen. Der Bullterrier steckt trotz seiner schwierigen Vergangenheit und ein paar körperlicher Leiden voller Lebensfreude. Das Tierheim Düren nennt ihn den „süßen kleinen Clown“.
Alpha ist sieben Jahre alt und fit. Wenn es ihm besonders gut geht, dann dreht er sich vor Freude im Kreis. Immer rum, wie ein kleiner Wirbelsturm, er erfreut damit alle um ihn rum. Vor allem, weil es ihm nach seiner Rettung nicht so gut ging.
Alpha wurde isoliert gehalten und ohne Rücksicht auf seine Bedürfnisse
Er wurde relativ isoliert gehalten, heißt es vonseiten des Tierheims Düren, wo Alpha nach seiner Sicherstellung untergekommen ist. Außerdem sei seine „bullitypische Futtersensibilität“ nicht erkannt oder zumindest nicht beachtet worden. Darum sei Alpha „mit einigen Baustellen“ ins Tierheim gekommen: „Augen schlimm, Ohren schlimm, Haut schlimm.“ Seine Augen seien „völlig entzündet“ gewesen und offenbar längere Zeit nicht behandelt worden, die Ohren entzündet, die Pfoten voll wunder Stellen.
Das meiste ist wieder genesen, nur seine Augen sind schlechter geworden. Alpha sieht nicht mehr so gut, lässt sich aber die nötigen Augentropfen jeden Tag bereitwillig geben, wie ein Video von Tiere suchen ein Zuhause zeigt. Da wurde Alpha vorgestellt, inklusive seiner wilden Drehungen bei Freude, seiner Vorliebe für Leckerchen und seiner Schmusigkeit. Denn kuscheln liebt Alpha auch.
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Und manchmal hat er seine fünf Minuten, „wo er wie ein junges Reh umherhüpft und nur Blödsinn im Kopf hat“. Dann kommt er zur Ruhe und will kuscheln, dann ist er plötzlich stur und will seinen Bullterrier-Kopf durchsetzen – da braucht er klare Führung.
Das wünscht sich Alpha auch in seinem neuen Zuhause. Er wünscht sich liebevolle Menschen, die ihm zeigen, wo seine Grenzen sind, grad beim Thema Futter, und die Verständnis für seine Emotionen und seine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Ob er sich mit anderen Hunden oder Katzen im Zuhause versteht, ist noch unklar, es scheint aber nicht so, als würde er sich an einem anderen Hund stören, sagen die Tierschützer.
Die neuen Menschen müssen weiterhin mit Tierarztkosten rechnen, weil es noch dauern wird, bis Alpha wieder komplett gesund ist. Und: „Selbst dann wird er weiterhin auf Spezialfutter und eventuell auch Medikamente angewiesen sein“, heißt es. Doch das Tierheim findet, „dass dieser kleine Schatz jeden Cent wert ist“.
Hunde-Geschwister wollen mit neuen Menschen die Welt kennenlernen
Im Tierheim Dornbusch warten zwei Geschwister noch auf ihre neuen Menschen. Nova und Buck kommen hier nicht zur Ruhe und sollen dringend einzeln vermittelt werden. Die zwei sind absolut liebenswert – haben aber noch Angst vor Fremden. Sie wollen jetzt die Welt kennenlernen und ankommen.
Rubriklistenbild: © Tierheim Düren
