Schnee und Eis
Glätte-Unfälle in NRW: Lkw bleiben auf Straße liegen, Bus droht umzukippen
Schnee und Glätte haben in der Nacht zu Donnerstag für Unfälle auf den Straßen in NRW gesorgt. Lkw bleiben in Dortmund stecken. Ein Bus drohte umzukippen.
Hamm - Das Wetter hat in Nordrhein-Westfalen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 9. Januar, teils für brenzlige Bedingungen gesorgt. Wie vorhergesagt führten Schnee und Eisregen für Glätte auf vielen Straßen. Vor allem im Sauerland kam es zu Blechschäden und Verletzten. Die A45 musste aufgrund eines Lkw-Unfalls stundenlang gesperrt werden. Auch für die Nacht von Donnerstag auf Freitag gilt für ganz NRW eine Warnung vor Glätte.
Mehrere Verletzte bei Glätte-Unfällen in NRW – Lkw sorgt für Autobahn-Sperrung
So verlor ein Lastwagenfahrer, der Tiefkühlware geladen hatte, kurz vor Mitternacht zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Lkw rutschte in einen Graben und stellte sich quer über zwei Fahrspuren. Ein nachfolgender Kleintransporter konnte nicht rechtzeitig ausweichen und prallte gegen den Lkw.
Während der Fahrer des Kleintransporters unverletzt blieb, erlitt der Lkw-Fahrer leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der winterlichen Verhältnisse äußerst schwierig. Unter anderen musste die Ladung des Lkw gesichert werden, bevor das Fahrzeug geborgen werden konnte.
Wie unter anderem der WDR berichtet, gab es auch auf der A44 einen Unfall. Hier soll am frühen Donnerstagmorgen ein Kleintransporter wegen der Glätte in eine Leitplanke gefahren und auf die Seite gekippt sein. Zwei Personen sollen dabei leichte Verletzungen erlitten haben. Es kam ebenfalls zu einer Vollsperrung bis etwa 6 Uhr am Donnerstag.
Bus geriet ins Rutschen und drohte umzukippen
In Witten-Durchholz war ein Linienbus am Donnerstagmorgen in einen Unfall verwickelt. Der Bus, der mit zwei Fahrgästen und einem Fahrer besetzt war, kam auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und von der Straße ab. Halb in einem Graben hängend drohte das Fahrzeug auf ein angrenzendes Feld zu stürzen. Die Insassen konnten den Bus unverletzt verlassen. Die Straße in Witten wurde vollständig gesperrt, um die Sicherheit während der Bergungsarbeiten zu gewährleisten. Ein spezialisiertes Bergungsunternehmen wurde beauftragt, den Bus zu sichern und wieder auf die Fahrbahn zu bringen.
Auch in Dortmund sind die Straßenverhältnisse am Donnerstag brenzlig. Reporter vor Ort berichten, dass sie im Dortmunder Südkreuz an der A45 und B54 zwischen Dortmund und Herdecke beinahe selbst mit ihrem Auto stecken geblieben wären. Denn mehrere Lkw kamen am frühen Nachmittag die Steigung der Autobahn-Auffahrten nicht mehr hoch und sind quer über die Fahrbahn gerutscht. Die Polizei konnte sie nur noch an den rechten Fahrbahnrand lotsen, um wenigstens eine Überholmöglichkeit für Autos zu schaffen. Hinter den fest steckenden Lastern bildete sich bereits ein Rückstau.
In Plettenberg im Märkischen Kreis sind zwei Fahrzeuge frontal kollidiert. Wie die Feuerwehr mitteilt, ereignete sich der witterungsbedingte Unfall am Mittwoch gegen 22 Uhr in der Oestertalstraße. Die Fahrer beider Pkw wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
Schnee und Glätte sorgen für viele Unfälle in NRW
In Bestwig im Hochsauerlandkreis wiederum war am Mittwochabend ein 45-jähriger Autofahrer aufgrund der Glätte in einer Kurve in den Gegenverkehr geraten und dabei mit dem Wagen eines 38-Jährigen kollidiert. Das berichtete ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Die beiden Männer wurden dabei schwer verletzt, es entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro.
Bei weiteren witterungsbedingten Unfällen in Köln, Wuppertal und Schmallenberg wurden laut Informationen der dpa sechs Menschen leicht verletzt. Darüber hinaus kam es in Bonn, Bielefeld und Detmold zu Unfällen mit Sachschäden. Auch die Polizei des Kreises Warendorf berichtet von drei Unfällen aufgrund von überfrierender Nässe.
Die Polizei Paderborn berichtet von acht Verkehrsunfällen im südlichen Kreis – sowie von einem Unfall der ganz anderen Art. So heißt es in der Mitteilung, dass der 62-jährige Fahrer eines Lkw in einem Gewerbegebiet eine Leiter an den Auflieger gestellt, um das Dach des Fahrzeugs von Schnee und Eis zu befreien. Die Leiter rutsche beim Kehren weg und der Mann stürzte herunter. Dabei brach sich der Mann das Bein. (ds/Alex Talash/dpa)
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