Um 25 Grad
Traumwetter am ersten Maifeiertag in NRW – doch eine Bauernregel trübt die Stimmung
Das Wetter zum Maifeiertag in NRW könnte kaum schöner sein – wolkenlos, warm und niederschlagsfrei. Doch eine uralte Volksweisheit sieht das kritisch.
Die Hexen tanzen in diesem Jahr trocken. In der Nacht zum 1. Mai – der Walpurgisnacht – bleibt der Himmel über Nordrhein-Westfalen klar und niederschlagsfrei. Von Regen keine Spur. Und das, so sagt es eine Volksweisheit, könnte seinen Preis haben.
Denn eine uralte Bauernregel lautet: „Regen auf Walpurgisnacht hat stets ein gutes Jahr gebracht.“ Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge wird es in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai in NRW jedoch wolkenlos und völlig niederschlagsfrei bleiben. Wer also auf ein gutes Jahr hofft, muss anderswo nach Zeichen suchen. Die Walpurgisnacht hat ihren Namen von der am 1. Mai verehrten heiligen Walburga – einer angelsächsischen Missionarin, die 761 Äbtissin im Benediktinerkloster im fränkischen Heidenheim wurde. Mit dem Hexentreiben, das der Volksmund mit dieser Nacht verbindet, hat sie inhaltlich allerdings nichts gemein, wie wetter.de berichtet.
Bestes Wetter am Feiertag – danach gibt es einen Haken
Meteorologisch ist die Lage in NRW eindeutig: Das Wetter am Donnerstag, 30. April, präsentiert sich von seiner besten Seite – wolkenlos, niederschlagsfrei, mit Höchstwerten zwischen 17 und 23 Grad. Einzig in der Eifel und den Hochlagen des Sauerlandes weht ein teils kräftig böiger Ostwind. Die Nacht auf den 1. Mai bringt Tiefstwerte zwischen 5 und 9 Grad, in einzelnen Bergtälern bis zu 3 Grad.
Der Maifeiertag selbst wird dann richtig sommerlich: sonnig, niederschlagsfrei, im Westen des Landes teils bis zu 26 Grad. Ein Wetter wie aus dem Bilderbuch – zumindest aus meteorologischer Sicht. Niklas Weise, Meteorologe bei Wetteronline, sagte im Gespräch mit wa.de, dass der Feiertag vermutlich sogar der schönste Tag der Woche wird – mit schon fast sommerlichen Temperaturen um 25 Grad. Nur am Wochenende könnte es dann wieder ungemütlich werden: Dann kann es von Westen ausgehend zu Schauern und Gewittern kommen.
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Ob fehlender Regen in der Walpurgisnacht nun tatsächlich ein schlechteres Jahr ankündigt, darf bezweifelt werden. Bauernregeln wie diese entstanden über Jahrhunderte durch Naturbeobachtung und spiegeln regionale Erfahrungswerte wider – keine wissenschaftlichen Gesetze. Der DWD sieht in solchen Volksweisheiten allenfalls eine grobe Orientierung, die manchmal richtig, manchmal schlicht falsch liegt. Eines aber steht fest: Das Wetter in NRW rund um den 1. Mai hat wenig mit Hexentreiben gemeinsam – dafür umso mehr mit einem echten Frühlingstraum.
Das Ende des Aprils zeigt sich in NRW zwar aktuell von seiner sonnigen Seite. Doch eine andere alte Bauernregel legt nahe, dass es mit dem Frost noch nicht ganz vorbei ist.
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