Schlechtes Timing

Totale Mondfinsternis im September in NRW: Wann der „beeindruckend rot leuchtende Blutmond“ zu sehen ist

Im September können die Menschen eine Mondfinsternis beobachten. Allerdings sind die Umstände nicht ideal. Um welche Zeit beginnt das Ereignis in NRW?

Hamm - Die Menschen suchen stets nach spektakulärer Unterhaltung. Und nicht immer muss man dafür ins Kino, ins Stadion oder ins Phantasialand – zu dem Freizeitpark machen aktuell übrigens Gerüchte die Runde, dass für eine Kult-Attraktion das letzte Stündlein geschlagen hat. Oft sorgt auch die Natur für denkwürdige Momente. Beispielsweise üben Phänomene am Himmel eine unvergleichliche Faszination auf uns aus. Auch Anfang September 2025 lohnt es sich für die Menschen in NRW, den Blick nach oben zu richten.

Am 7. September 2025 ist am Himmel über NRW eine Mondfinsternis zu sehen.

So kommt es am Abend des 7. September zu einer totalen Mondfinsternis. Die hat allerdings laut Mitteilung des Planetariums Hamburg ein schlechtes Timing. „Eigentlich kämen wir am Abend des 7. September in den Genuss einer totalen Mondfinsternis, die sich durch einen beeindruckend rot leuchtenden ‚Blutmond‘ auszeichnet“, wird Dr. Björn Voss in dem Pressetext zitiert. „Aber leider entzieht sich ein Teil der Finsternis unseren Blicken, sodass dieses Phänomen nicht in voller Pracht in Erscheinung treten wird“, so die schlechten Nachrichten des Direktors des Planetariums.

Wann die Mondfinsternis im September in NRW zu sehen ist

Der Experte erläutert, was genau er damit mein: „Da der Erdtrabant kurz vor Sonnenuntergang bereits verfinstert über den Horizont steigt, können wir die erste Phase der Finsternis nicht verfolgen.“ Auch der Moment des Aufgangs sei nicht optimal zu beobachten. „So müssen wir selbst bei klarer Sicht erfahrungsgemäß eine halbe Stunde oder länger warten, bis wir den dunklen und zugleich roten Vollmond erkennen können. Immerhin können wir beobachten, wie er wieder aus dem Kernschatten der Erde herauswandert“, sagt Dr. Björn Voss.

Das passiert bei einer Mondfinsternis

Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Mondfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Mondfinsternis sehen?
Damit eine Mondfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss ein Vollmond am Himmel stehen. Mit dem Vollmond ist automatisch auch die zweite Bedingung erfüllt…
… denn die ist, dass die Erde zwischen Sonne und Mond stehen muss. Beim Vollmond ist das der Fall: Die Sonne strahlt die komplette “Mondscheibe” an und die Erde hat einen freien Blick darauf.
Die dritte Bedingung für eine Mondfinsternis ist etwas komplizierter: Sonne, Erde und Mond müssen so positioniert sein, dass der Mond durch den Schatten wandert, den die Erde ins Weltall wirft. Diese Bedingung wird nicht bei jedem Vollmond erfüllt – sonst gäbe es 12 bis 13 Mondfinsternisse pro Jahr.
Das passiert bei einer Mondfinsternis

Soweit zu den Bedingungen, die an dem Abend der Mondfinsternis herrschen. Doch wann genau sollten die Bürger in NRW den abendlichen Himmel beobachten? Ein Blick auf die Website timeanddate.de sorgt hier für Aufklärung:

  • Beginn des Halbschattens und der Hauptphase: 19.52 Uhr
  • Ende der Hauptphase: 20.52 Uhr
  • Ende des Halbschattens: 22.55 Uhr

Auch Winfried von Ohle von den Sternfreunden Soest gibt Informationen zu der Mondfinsternis am 7. September. „Der Mond erscheint kupferfarben bis leicht rötlich“, erklärt der Experte. „Die Ursache ist die Erdatmosphäre, in der das Sonnenlicht gestreut wird. Das blaue Licht am meisten, wodurch der Taghimmel blau erscheint, das rote Licht am wenigsten, was in den Kernschatten gelangt und für die beschriebene Färbung des Mondes sorgt.“ Beeinflusst würde die Färbung laut Winfried von Ohle von der Menge der Aerosole in der Atmosphäre.

Auch im August kamen die Menschen in NRW in den Genuss eines Himmel-Schauspiels. Es gab massenhaft Sternschnuppen zu entdecken. Der Höhepunkt der Perseiden stand an.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Alex Gottschalk/DeFodi.eu

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