Verletzter im Kreis Olpe

TikTok-Trend sorgt für Entsetzen: Verletzter bei „Arschbohrer“-Challenge

Ein Teenager tippt auf das TikTok-Logo auf einem Smartphone.
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Auf TikTok kursieren immer wieder Challenges. Manche sind sehr gefährlich. (Symbolbild)

Aktuell kursiert die sogenannte „Arschbohrer“-Challenge auf Plattformen wie TikTok. Jetzt wurde aus einem zweifelhaften Scherz unter Schülern im Kreis Olpe Ernst.

Kreis Olpe – Ein Jugendlicher wurde bei der „Arschbohrer“-Challenge, ein Trend in den Sozialen Netzwerken, verletzt. Die Polizei ermittelt, wie Polizeisprecher Torsten Scheen nun Informationen des Sauerlandkuriers bestätigte.

Auch wenn dieser Fall von Anfang Dezember nun laut Scheen der erste Fall im Kreisgebiet in diesem Zusammenhang war, der zur Anzeige gebracht wurde, so dürfte der Begriff „Arschbohrer“-Challenge vielen Jugendlichen im Gegensatz zu den Erwachsenen etwas sagen. Unter diesem Stichwort („Hashtag“) werden vor allem bei TikTok Videos gepostet, in denen sich meist Jugendliche von hinten an ihre nichtsahnenden Opfer heranschleichen und ihnen mit den ausgestreckten Fingern in den Hintern stechen. Diese Scherze, auch „Pranks“ genannt, werden dann gefilmt und zur Belustigung anderer ins Netz gestellt.

TikTok-Trend sorgt für Entsetzen im Kreis Olpe: Verletzter bei „Arschbohrer“-Challenge

Wie sich der Fall im Kreis Olpe ereignet hat, dazu macht die Polizei aus Gründen des Täter- und Opferschutzes keine Angaben. Auch unsere Redaktion möchte aus genau diesen Gründen nicht weiter ins Detail dieses Falls gehen. Fest steht aber: Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer sollten vor dieser Challenge, die ganz offensichtlich im Kreis Olpe angekommen ist, gewarnt sein.

Wie Klicksafe, ein Online-Aufklärungsportal der EU und der Landesanstalt für Medien NRW, schreibt, werden Übergriffe wie diese allzu oft verharmlost und als Satire abgestempelt. „Klären Sie auf, dass es sich hierbei nicht um einen Streich, sondern um einen körperlichen Übergriff handelt“, rät Klicksafe allen Pädagogen und Eltern.

Challenges und Trends im Internet: Heimliche Aufnahmen sind nicht erlaubt

Vielen Kindern und Jugendlichen sei zudem nicht bewusst, dass das heimliche Filmen von Personen wie auch das Veröffentlichen dieser Aufnahmen nicht erlaubt sind und zu einer Anzeige bei der Polizei führen können.

Problematisch ist, dass Social-Media-Nutzer immer neue Challenges hervorbringen, die gefährlich und in der Vergangenheit auch schon Todesopfer gefordert haben, auch in Deutschland. Wie sich nun die Arschbohrer-Challenge verbreitet hat, ist unklar. Klicksafe nennt die Anime-Serie Naruto oder den Influencer Monte, der den Satz „Arschbohrer kriegt jeder!“ geprägt habe, als mögliche Auslöser für diesen problematischen Trend.

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