Gefährdete Art
Tigerbabys im Allwetterzoo geboren – Besucher müssen sich aber noch gedulden
Im Allwetterzoo gibt es neue tierische Bewohner. Die sibirische Tigerdame Raya hat Nachwuchs bekommen. Bis Besucher die Welpen sehen können, dauert es allerdings noch.
Münster - Eins plus Eins macht Sechs: Seit Ende Mai 2024 ist der Allwetterzoo in Münster (NRW) um vier tierische Mitbewohner reicher. Wie Jan Ruch, Leiter Marketing, Kommunikation und Veranstaltungen, mitteilt, wurden vier gesunde Tigerwelpen geboren. Sibirische Tiger haben eine Tragzeit von 95 bis 112 Tagen und bringen in der Regel ein bis sieben Jungtiere zur Welt.
Vier Tigerbabys im Allwetterzoo geboren – Besucher müssen sich noch gedulden
„Die Jungtiere entwickeln sich sehr gut. Die Elterntiere, Raya und Fedor, sind ebenfalls bei bester Gesundheit“, so Ruch. Erst im Januar 2024 bekam Tigerdame Raya zwei Tigerbabys, die nur wenige Tage nach der Geburt beide gestorben sind. Die beiden Welpen starben, weil ihre Mama zu wenig Milch hatte.
Momentan werde die frisch gebackene Tigermama mit ihren Jungtieren in Ruhe gelassen. Das Zoopersonal beobachtet Raya und ihren Nachwuchs über eine Kamera, „um eine ungestörte Aufzucht der kleinen Tiger sicherzustellen“, so Ruch. Der Bereich rund um die Innenanlage der Tiger sei daher aktuell abgesperrt. Zoobesucher müssen sich also noch ein bisschen gedulden, bis sie die Tigerfamilie zu Gesicht bekommen.
Welpen noch in der Wurfbox – sind als „stark gefährdet“ eingestuft
Und das soll auch in den nächsten Wochen noch so sein. Ruch erklärt, dass die Welpen voraussichtlich erst mit einem Alter von sechs bis acht Wochen ihre Wurfbox verlassen. Zu Beginn der Sommerferien in NRW (ab dem 6. Juli) könnten die Babys dann zu sehen sein. „Natürlich halten wir euch in den nächsten Wochen regelmäßig über Neuigkeiten aus der Mutterstube auf dem Laufenden“, so Ruch.
Sibirische Tiger werden auf der internationalen Roten Liste als „stark gefährdet“ eingestuft. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist die Amur-Region im Osten Russlands und Nordosten Chinas. „Lebensraumverlust und die Bejagung zur Verwendung in traditioneller asiatischer Medizin haben den Bestand auf unter 800 Tiere schrumpfen lassen“, so Ruch. Umso wichtiger sei die erfolgreiche Erhaltungszucht in Zoos, die einen Schlüssel zum Erfolg beim Überleben dieser Art darstelle.
Rubriklistenbild: © Allwetterzoo Münster
