Tierschützer sind wütend
Böller in Richtung Tierheim geschossen – „ein bisschen Mitdenken kann man erwarten“
Tierschützer bereiten sich auf die Böllerzeit vor. Unbekannte schossen bereits vor Silvester Raketen Richtung Tierheim.
Olpe - Der Jahreswechsel steht bevor. Was für Menschen mit einem schönen Silvesterabend verbunden ist, stellt für Tiere oftmals eine Tortur dar. Wenn Raketen gezündet und Böller geworfen werden, reagieren viele Vierbeiner ängstlich. Besonders schlimm ist es, wenn auch noch vor Silvester geböllert wird. Seit kurzer Zeit wird Feuerwerk schon im Supermarkt verkauft. Einen solchen Fall gab es nun in der Nähe des Tierheims in Olpe (NRW).
Böller Richtung Tierheim in NRW geschossen – „ein bisschen Mitdenken kann man erwarten“
Marcel Lohmann vom Tierschutzverein Olpe erklärt auf Nachfrage von wa.de, dass Unbekannte am Donnerstag, 28. Dezember, schon Böller zündeten – und das in der Nähe des Tierheims. „Die Raketen wurden nicht Richtung Wald geschossen, die Flugrichtung ging zu uns“, so der Tierschützer. Die Tierheimbewohner haben Angst und die Tierschützer finden es unverständlich, wieso keine Rücksicht genommen wird. Lohmann selbst hat die Stelle aufgesucht, die Raketen-Zünder sind jedoch abgehauen. Vermutlich handelt es sich dabei um Jugendliche, „aber ein bisschen Mitdenken kann man auch von Jugendlichen erwarten“, so Lohmann.
Der Tierschützer erklärt, dass die Tiere im Tierheim sowieso schon gestresst sind. Aus diesem Grund sollte besonders Rücksicht genommen werden. Lohmann berichtet: „Sobald es einmal knallt, bellen und heulen alle Tiere im Tierheim“. Und: Derzeit hat das Tierheim besonders gestresste Tiere in der Obhut. Das stellt zusätzlich eine Gefahr für die Mitarbeiter dar. „Wenn ein Hund beispielsweise sowieso schon auf 180 ist, dann wird der durch die Böllerei noch zusätzlich gestresst“, sagt Lohmann.
„Noch schlimmer, wenn Leute schon außerhalb der Böllerzeit böllern“
„Da Feuerwerk nur an Silvester erlaubt ist, werden wir gegebenenfalls Anzeige erstatten und die Polizei einschalten“, erklärt der Tierschutzverein. Der Bereich um das Tierheim ist videoüberwacht, daher sehen die Tierschützer, wer sich im Umkreis bewegt und werden handeln, vor allem, wenn sich diese Situation in Zukunft häuft. Denn: Die Tierschützer bereiten sich bereits auf die Silvesternacht vor – „und gerade dann ist es noch schlimmer, wenn die Leute schon außerhalb der Böllerzeit böllern“.
Ein flächendeckendes Böllerverbot wird es an Silvester 2023 in NRW nicht geben. Aber es gibt Orte, an denen man auf keinen Fall eine Rakete anzünden darf.
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