Facebook-Posting
Tierschützer entsetzt über Kommentar: „Tötet die blöden schwarzen Katzen“
Tierschützer aus Hagen teilen einen erfolgreichen Vermittlungspost auf Facebook. Zwei kleine Kitten erkunden ihr neues Zuhause. Doch ein Nutzer ruft dazu auf, sie zu töten.
Hagen - Die Mitarbeiter der Tierschutzvereine in Nordrhein-Westfalen haben viele Vierbeiner in ihrer Obhut, die sie versorgen. Damit ihre Schützlinge auch ein liebevolles Für-Immer-Zuhause finden, starten die Tierschützer daher regelmäßig einen Aufruf auf ihren Websites oder auf Facebook. Hin und wieder teilen sie dabei auch Happy-End-Geschichten, wenn ein Tier erfolgreich vermittelt wurde und in ein neues Zuhause ziehen kann. So wie die Geschichte um Hund Lucky, der vier Jahre im Hammer Tierheim verbrachte und endlich in ein neues Zuhause ziehen durfte.
„Tötet die blöden schwarzen Katzen“: Tierschützer entsetzt über brutalen Kommentar
Anfang Februar posteten auch die Mitarbeiter des Tierschutzvereins Hagen und Umgebung e.V. einen solchen Vermittlungspost auf Facebook. Dabei ging es um zwei kleine Katzen – Molly und Max. In einem Video zeigen die Tierschützer, wie die zwei kleinen, schwarzen Kitten ihre Transportbox verlassen und das neue Zuhause erkunden. „Da wird aber gestaunt und entdeckt. Immer wieder schön“, schreibt der Verein.
Viele Nutzer freuen sich über die frohe Botschaft des Tierschutzvereins. „Was für eine schöne Nachricht. Alles Gute für die Zukunft“, schreibt zum Beispiel eine Nutzerin. Doch leider sind die Tierschützer auch über einen schlimmen Kommentar unter dem eigentlich so erfreulichen Post gestolpert.
Tierschützer sind sprachlos: „Warum kommentiert man sowas überhaupt?“
„Tötet die blöden schwarzen Katzen“, kommentiert nämlich ein Nutzer unter dem Posting. Die Hagener Tierschützer sind bestürzt über diesen Kommentar. „Was gibt es eigentlich für Menschen? Vielleicht möchte da nur jemand provozieren, vielleicht ist dieser kranke Mensch aber zu viel mehr in der Lage?“, teilen sie mit.
Viele User reagieren bestürzt auf den Aufruf des Nutzers. „Manche Menschen haben echt keine Lebensberechtigung“, schreibt eine Nutzerin. „Einfach nur ekelhaft“, eine weitere. Birgit Ganskow, Vorsitzende des Tierschutzvereins Hagen, erzählt im Gespräch mit wa.de, dass so etwas „Gott sei Dank noch nicht öfter vorgekommen ist“. Die Tierschützerin erklärt, dass sie den Nutzer, der womöglich mit einem Fake-Profil kommentiert hat, daraufhin kontaktiert und blockiert hat.
„Ich habe ihm erstmal ein paar Sachen dazu geschrieben, unter anderem, wie unverschämt das ist und ihn daraufhin blockiert“, erzählt Ganskow. Sie zeigt sich sehr verärgert über diesen Kommentar: „Das sind einfach liebevolle, tolle Wesen. Warum kommentiert man sowas überhaupt?“
Rubriklistenbild: © Birgit Ganskow / Tierschutzverein Hagen und Umgebung e.V.
