Drähte durchs Maul gezogen

Tierquälerei: Angler entdecken riesigen Fisch mit Drähten im Maul

Das Maul war von Drähten durchstochen, die ihn an Land halten sollten: Angler fanden im Rhein einen sterbenden Wels. Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei.

Duisburg/Neuss - Ein Angler aus Düsseldorf hat bei Neuss in NRW einen blutenden Wels aus dem Rhein gezogen. An dem rund zwei Meter langen Fisch hingen drei Drähte, die ihm ein Unbekannter offensichtlich durch sein Maul gestochen hatte, teilte die Polizei in Duisburg am Montag mit.

FlussRhein
Länge1230 km
MundNordsee

Tierquälerei am Rhein: Angler finden durchstochenen Wels in Neuss (NRW)

An die Drähte sei ein Seil geknotet gewesen, mit dem das Tier anscheinend an Land angebunden war. Dem um sein Leben kämpfenden Wels sei es wohl gelungen, das Seil durchzuscheuern und sich zunächst selbst zu befreien. Dennoch sei das Tier später verendet, hieß es.

Angler fanden diesen gequälten Wels am Rheinufer. Er starb kurze Zeit nach diesem Foto.

Der 34-jährige Angler rief die Wasserschutzpolizei (WSP) und berichtete von seinem Fang. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen, die am 6. Juni verdächtige Beobachtungen am Rheinufer gemacht haben.

Tierquälerei am Rhein: Fisch stirbt nach Fund

Laut einer Polizeisprecherin würden Welse oft nachts geangelt. Es könne sein, dass der Gesuchte das Tier gefangen habe und dann später bei Tageslicht holen wollte, beispielsweise um es zu fotografieren und dann stolz zu präsentieren.

Wie der Mensch die Umwelt verschmutzt

Der Mensch beeinflusst die Erde nicht nur zum Positiven – das wird an vielen Stellen sichtbar. Beispielsweise am Wasser im Fluss St. Lucie in Florida: Das Wasser dort ist von Blaualgen bedeckt, die durch zu viele Nährstoffe im Wasser und sehr hohe Temperaturen entstehen können. Die Blaualgen können bei Menschen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot führen, außerdem ist der Geruch unangenehm.
Mancherorts ist die Luftverschmutzung so schlimm, dass die Bevölkerung Schutzmasken trägt. Dieses Bild entstand im März 2017 in Beijing – lange bevor Masken auf den Straßen wegen Corona ein alltäglicher Anblick wurden.
Tote Fische im Fluss Lempa in Guatemala. Im Jahr 2018 sind in dem Fluss in kürzester Zeit mehrere tausend Fische verendet, weil Abwässer in den Fluss eingeleitet wurden. Das verschmutzte Wasser stammte größtenteils aus Firmen, die Kaffeebohnen waschen und verarbeiten und keine Abwasserreinigungsanlagen besitzen.
Müll, wohin man blickt: Ein Hund schaut scheinbar traurig auf einen Bachlauf in Manila (Philippinen), der komplett mit Müll gefüllt ist.
Wie der Mensch die Umwelt verschmutzt

Erst im vergangenen Oktober gab es einen ähnlichen Fall. Damals fanden Angler bei Düsseldorf-Volmerswerth einen Wels im Rhein, der in Ufernähe gefesselt war. Knapp zehn Meter vom Ufer der Lenne entfernt machten Spaziergänger in Plettenberg einen ungewöhnlichen Fund - denn dort lag ein unheimlich anmutendes Tier. Von vorne sah es fast aus wie ein Krokodil. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © Polizei Duisburg

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare