Feuerwehr im Dauereinsatz

Sturmtief Zoltan: Schäden in ganz NRW, Bahnverkehr beeinträchtigt

Sturmtief Zoltan fegte über NRW hinweg. Polizei und Feuerwehr waren die Nacht über im Dauereinsatz. Sturmschäden beeinträchtigen den Bahnverkehr am Freitag.

  • Sturmtief Zoltan brachte teils schwere Böen mit sich. Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h waren möglich.
  • Der Bahnverkehr in NRW ist am Freitag, 22. Dezember, aufgrund von Sturmschäden beeinträchtigt.
  • In ganz NRW gab es die Nacht über Sturm-Einsätze für die Feuerwehr. Alle Entwicklungen live im News-Ticker.

Update, 8.25 Uhr: Der teils heftige Sturm in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat nicht nur Auswirkungen auf den Bahnverkehr in NRW. Auch Autofahrer werden noch mit den Nachwehen des Sturmtiefs am Freitag konfrontiert werden. So sind einige Straßenabschnitte in den Städten in NRW teils gesperrt. Unter anderem macht die Polizei Gütersloh darauf aufmerksam, dass in der Stadt mehrere Straßen nicht befahrbar seien.

Update, 8 Uhr: Weitere Mitteilungen von Polizei und Feuerwehr bestätigen den Eindruck: In ganz NRW kam es aufgrund des Sturms zu vielen Einsätzen, über größere Katastrophen oder schwer verletzte Menschen ist bislang aber nichts bekannt. So berichtet beispielsweise die Feuerwehr Gevelsberg von einem umgestürzten Baum auf einer Straße und von Dachziegeln, die auf geparkte Autos gestürzt waren. Die Kreispolizeibehörde Wesel gibt an, dass es in der Nacht zu rund 40 witterungsbedingten Einsätzen gekommen war. Unter andere, drohte in Voerde ein Vordach abzureißen. In Dinslaken wurde ein Auto durch Äste beschädigt und in Wesel-Feldmark wurde ein Anhänger gegen ein Auto geweht.

Überall in NRW hat Sturmtief Zoltan dafür gesorgt, dass Bäume auf Straßen stürzten.

Sturmtief Zoltan: Schäden in ganz NRW, Bahnverkehr beeinträchtigt

Update vom Freitag, 6.45 Uhr: Sturmtief Zoltan hat in ganz NRW in der Nacht für Einsätze der Feuerwehr und Polizei gesorgt. Vor allem hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern und beschädigten Autos zu tun. Beispielsweise im Bonner Stadtgebiet gingen 76 Notrufe wegen des Sturms ein, rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Von verletzten Personen ist bislang nichts bekannt.

Die Auswirkungen des Sturms sind am Freitagmorgen vor allem für Bahnfahrer zu spüren. Laut zuginfo.nrw ist der Bahnverkehr in ganz NRW am 22. Dezember aufgrund von Sturmschäden beeinträchtigt. Es kommt auf einem Großteil der Linien zu Verspätungen und Zugausfällen.

Update, 20.45 Uhr: Im Kreis Höxter, nahe der Stadt Willebadessen, krachte infolge des Sturms ein Baum auf einen fahrenden Regionalzug. Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, konnte der Zug nach Angaben eines Polizeisprechers nicht weiterfahren und musste auf freier Strecke geräumt werden. 200 Reisende befanden sich im Zug. Verletzt wurde niemand. Die Reisenden wurden mit Feuerwehrfahrzeugen weggebracht und anschließend versorgt.

Sturm über NRW: Weihnachtsmärkte schließen, Bäume stürzen um, Keller laufen voll

Update, 20.00 Uhr: Der Sturm hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in NRW. „Aufgrund von Sturmschäden kommt es am 21.12. regional zu Verspätungen und Zugausfällen im Bahnverkehr“, teilt die Deutsche Bahn in einem Tweet auf X, ehemals Twitter, mit. Bahnreisende mussten im Sauerland zwischen Neuenrade und Fröndenberg auf Busse umsteigen. Ein umgestürzter Baum blockierte eine Strecke zwischen Hagen und Witten. Der Baum konnte mittlerweile beseitigt werden.

Update, 17.45 Uhr: Wegen des Sturms in NRW kommt es auch in Bielefeld zu Einschränkungen. Auf dem Weihnachtsmarkt bleibt die große Pyramide geschlossen. Der gesamte Markt wurde zunächst nicht dicht gemacht, einige Buden haben aber geschlossen. Wegen des Dauerregens in Bielefeld rückten 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zu einem Pferdehof aus. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, dass dort der Keller vollgelaufen war und zeitweise eine Überschwemmung weiterer Flächen drohte. Auf rund 650 Quadratmetern soll das Wasser zeitweise mehr als einen Meter hoch gestanden haben. Mit Hilfe von Hochleistungspumpen wurde es abgepumpt.

Sturm fegt über NRW hinweg: Weihnachtsmärkte schließen, Baum stürzt auf Haus

Update, 16.16 Uhr: In Altena ist ein Baum auf ein Wohnhaus gekracht. Ein riesiger Baum samt dicker Wurzel löste sich aus einem Hang gelöst. Das Haus nahm natürlich Schaden unter der Wucht des Aufpralls. Weil das betroffene Objekt „in zweiter Reihe“ steht, blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig, als sich zu Fuß zum Unglücksort zu begeben und den Baum vorsichtig zu zerkleinern „Fast alle Löschgruppen sind unterwegs“, sagte Altenas Wehrleiter Alexander Grass um kurz vor 15 Uhr. Auch die Leitstelle des Märkischen Kreises berichtet gegenüber come-on.de von einem riesigen Einsatzknäuel, das das Sturmtief Zoltan in kürzester Zeit verursacht hatte.

Ein entwurzelter Baum stürzte auf ein Haus in der Bachstraße in Altena.

Update, 15.29 Uhr: In Dortmund hat der Sturm einen über zehn Meter langen, gläsernen Windschutz an einem Restaurant umgeweht. Die Scheiben zerbrachen auf ganzer Länge. Der Windschutz war auf seiner gesamten Länge miteinander verbunden.

Der Windschutz hat dem Sturm nicht standgehalten.

Sturm fegt über NRW hinweg: Weihnachtsmärkte schließen, erste Sturm-Einsätze

[Erstmeldung] Hamm - Für ganz Nordrhein-Westfalen gilt am Donnerstag, 21. Dezember, eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Sturmtief Zoltan fegt übers Land und bringt teils schwere Sturmböen bis 100 km/h mit sich. Dazu gilt für den Osten von NRW, insbesondere das Sauerland, eine Unwetter-Warnung vor „ergiebigem Dauerregen“. Das Wetter sollte nicht unterschätzt werden.

Wegen des Sturms haben schon am Donnerstagvormittag erste Weihnachtsmärkte in NRW vorsorglich gehandelt und nicht geöffnet, etwa der Weihnachtsmarkt in Essen. „Eure Sicherheit liegt uns am Herzen, und wir möchten kein Risiko eingehen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und hoffen auf euer Verständnis“, teilte der Veranstalter mit. Auch in Duisburg, Bottrop und Hamm ist der Weihnachtsmarkt geschlossen worden. Düsseldorf machte ab dem Nachmittag dicht. In Dortmund pausieren sowohl das Winterleuchten im Westfalenpark als auch der Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark.

Im Märkischen Kreis gab es am Mittag erste Sturm-Einsätze, wie come-on.de berichtet. Weil ein Baum umgestürzt war, kam der Verkehr auf der viel befahrenen B229 in Halver zum Erliegen. Es ging nur im Schritttempo weiter.

Die Menschen sollten draußen vorsichtig sein. Schon bei Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 88 km/h können Äste von Bäumen abbrechen und Dachziegel sich lösen. Bei schweren Sturmböen (bis 100 km/h) muss damit gerechnet werden, dass ganze Bäume umstürzen und größere Schäden an Häusern verursacht werden.

Rubriklistenbild: © Kreispolizeibehörde Wesel

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