Verspätungen in Westfalen

Toter am Bahnhof: Zugverkehr rund um Hamm behindert

Ein Todesfall im Bereich des Hauptbahnhofs Hamm sorgte am Mittwoch für massive Verspätungen im Bahnverkehr. Wichtige Fragen sind noch unbeantwortet.

Hamm - „Unbefugte Personen auf der Strecke im Raum Hamm (Westf) Hbf“ haben am Mittwoch, 14. Februar, den Zugverkehr im Raum Westfalen nachhaltig gestört. Mehrere Strecke wurden am Nachmittag längere Zeit komplett gesperrt. Teils erhebliche Verspätungen waren die Folge; die Auswirkungen blieben noch längere Zeit spürbar (hier klicken).

Gemeldet wurde die Störung gegen 15.40 Uhr. Um kurz nach 16 Uhr hieß es bereits, dass die „Personen aufgegriffen“ worden seien. Gleichwohl blieben die Bahnsteige 10/11 und 12/13 noch länger gesperrt. Gegen 17 Uhr galt die Streckensperrung als aufgehoben.

Mitarbeiter der Bahn und Bundespolizisten waren zuvor längere Zeit im Gleisbett in Höhe des Abschnitts A zu sehen. Vor dem Westeingang stand ein Notarztfahrzeug, ein Rettungswagen (RTW) fuhr zwischenzeitlich ohne Patienten davon. Beamte der Kripo machten Fotos im Gleisbett.

Ein RTW und ein Notarztwagen vor dem Westeingang des Hammer Bahnhofs.

Polizei bestätigt männliche Leiche im Gleisbereich

Die erste Alarmierung der Feuerwehr lautete „Zugunfall - Verdacht auf Stromschlag“. Ob und inwieweit das tatsächlich zutrifft, ist noch nicht bekannt. Die Frage ist: Geht es um einen tragischen Unfall oder einen Suizid? Am späten Nachmittag traf ein Bestatter ein, um eine getötete Person abzuholen.

Polizeisprecher Hendrik Heine bestätigte in Hamm, dass es eine männliche Leiche gebe. Die Umstände und Hintergründe seines Todes seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Es gebe jedoch keinen Hinweis darauf, dass der Mann von einem Zug erfasst wurde. Nach WA-Infos hatte er wohl keine Ausweisdokumente dabei. Das Todesermittlungsverfahren wird von der Kripo Hamm geführt.

Ein Bundespolizeisprecher sagte auf Nachfrage, die Leiche sei von Kollegen während eines Rundgangs entdeckt worden.

Kein Zug rollte am Mittwochnachmittag durch den Gleisbereich des Hammer Hauptbahnhofs.

In Gelsenkirchen entdeckte ein Zeuge in einem Bachlauf ein totes Pferd. Die Polizei rückt aus und stellt fest, dass dort kein echter Kadaver liegt.

Rubriklistenbild: © Max Lametz

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