Donnerstag, 14. Dezember

Geminiden im Dezember 2023: Hier sind die Sternschnuppen in NRW am besten zu sehen

Der Höhepunkt des Meteorstroms der Geminiden steht bevor. Sie liefern am Donnerstag einen eindrucksvollen Sternschnuppenschauer. Wo es in NRW den besten Blick gibt.

Hamm - Kurz vor Weihnachten steht noch ein eindrucksvolles Himmelsereignis an: Der Meteorstrom der Geminiden erreicht am Donnerstag, 14. Dezember, seinen Höhepunkt. Und das beschert uns ein wahres Sternschnuppen-Schauspiel am Abendhimmel. Es können theoretisch bis zu 150 Sternschnuppen in der Stunde beobachtet werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es einige Orte, wo die Chancen besonders gut sind, den Meteorstrom sehen zu können. Aber auch das Wetter muss mitspielen, wie wa.de berichtet.

Geminiden im Dezember 2023: Sternschnuppen-Schauspiel kurz vor Weihnachten

Dank einer Staubwolke sind die Geminiden besonders beeindruckend: Die Erde durchquert zwischen dem 4. und 20. Dezember eine Staubwolke, die der Komet Phaethon hinterlassen hat. Die zurückgelassenen Staubteilchen prallen auf unsere Atmosphäre und verglühen dort zu kosmischen Leuchtspuren.

„Wer sich das Himmelsereignis nicht entgehen lassen möchte, sucht einen möglichst dunklen Ort fern der Lichter der Stadt auf und blickt zwischen 21 und 6 Uhr zum Himmel. Zum Glück ist am 13. Dezember Neumond und kein heller Mondschein stört unsere Beobachtungen“, erklärt Dr. Björn Voss, Direktor des Planetariums Hamburg.

Geminiden im Dezember 2023: Wo die Sternschnuppen in NRW am besten zu sehen sind

In NRW gibt es mehrere besonders dunkle Orte, die dünn besiedelt sind. So bietet sich zum Beispiel der Internationale Sternenpark Nationalpark Eifel an. Das Schutzgebiet wurde 2014 als erster „International Dark Sky Park in Deutschland“ ausgewiesen. Im Park gibt es fünf Aussichtspunkte. Zwei Orte eignen sich besonders gut als astronomische Beobachtungsplätze: „Freizeitgelände Weißer Stein” in Hellenthal-Udenbreth und „Schöne Aussicht“ bei Nideggen-Schmidt.

Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel

Sternschnuppen sind flüchtige Erscheinungen am Nachthimmel und ein ganz besonderer Anblick. Wie die Meteore entstehen, wie man sie am besten beobachtet und wann die besten Meteorströme zu sehen sind.
Die Erde kreist um die Sonne und kreuzt dabei regelmäßig Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne im Weltall hinterlassen haben. Das Staubteilchen oder Steinchen verglüht in der Erdatmosphäre und regt Luftteilchen zum Leuchten an – eine Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel.
Schätzungen zufolge fallen jeden Tag mehrere hundert oder gar tausende Tonnen Meteorstaub auf die Erde – längst nicht jede dieser Sternschnuppen ist mit bloßem Auge zu sehen, da sie teils auch tagsüber fallen.
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten.
Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel

Im Sauerland gibt es das Sternendorf Meinkenbracht. Der Stadtteil von Sundern im Hochsauerlandkreis liegt auf einer Hochebene, was dafür sorgt, dass es kaum störende Lichteinflüsse gibt. An zwei Plätzen in Dorfnähe wurden spezielle Liegen aufgestellt, die zum Beobachten des Sternenhimmels einladen. Außerdem gibt es zwei Lehrpfade: den Planetenweg und den Sternenweg.

Sternschnuppen-Schauspiel im Dezember 2023 – so wird das Wetter in NRW

Wer sich nicht gerade in der Nähe solch abgelegener Ort befindet, sollte in jedem Fall die Ballungszentren verlassen und raus in die Felder oder auf Berge fahren, wenn er den Sternschnuppenschauer beobachten möchte. Außerdem müssen sie Augen beim Blick in den Himmel erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen. Man sollte also ein Blick aufs Handy oder in andere Lichtquellen bei der Sternschnuppen-Jagd vermeiden.

Leider könnte das Wetter in NRW das Himmelspektakel am Donnerstagabend verderben. Es soll bewölkt sein. Ganz aufgeben sollte man das Vorhaben aber trotzdem nicht. Wolkenlücken sind immer mal wieder dabei. So könnte das Sternschnuppen-Feuerwerk zumindest zeitweise bestaunt werden.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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