NRW
Unwetterwarnung vor Dauerregen in NRW – Hochwasser und Erdrutsche möglich
Nach einer kurzen Pause wird es ab Neujahr wieder kräftig regnen. Teils gilt eine Unwetterwarnung vor Dauerregen für die nächsten zwei Tage.
Update vom 1. Januar 2024: Regen und kein Ende - der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die ersten Januartage eine Wetterwarnung vor Dauerregen für fast ganz Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Die Hochwasser-Pegel könnten dadurch wieder steigen. Auch besteht laut DWD die Gefahr von Erdrutschen und überfluteten Straßen. Für den Osten von NRW gilt die Warnstufe 3 (Unwetter).
Neue Warnung vor Dauerregen ab Neujahr in NRW - Erdrutsche und Hochwasser möglich
Für das Bergland im Südosten von NRW kommt es besonders dick. Dort wird für die Zeit vom 1. bis 4. Januar vor ergiebigem Dauerregen mit Niederschlagsmengen zwischen 60 und 80 Litern pro Quadratmetern gewarnt. Betroffen sind vor allem die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Oberberg, Rhein-Sieg sowie der Rheinisch-Bergische und der südliche Märkische Kreis.
[Erstmeldung vom 28. Dezember 2023] Hamm - Seit den Weihnachtsfeiertagen haben viele Kreise in Nordrhein-Westfalen mit Hochwasser zu kämpfen. Die Lage bleibt weiterhin angespannt. In vielen Gebieten ist es noch sehr gefährlich. Mehrere Deiche sind aufgeweicht, Flüsse und Kanäle treten weiterhin über die Ufer. Straßen müssen wegen Überflutungen gesperrt werden, Anwohner fürchten um ihre Häuser.
Kritische Hochwasserlage in NRW – neue Warnung vor Dauerregen
In Hamm ist die Situation weiterhin angespannt. Hier drohte ein Deich zu brechen, viele Helfer aus verschiedenen Städten waren vor Ort, um in der kritischen Lage zu unterstützen. Die Pegel von Lippe und Ahse sinken hier jedoch auch nach dem regenreichen Freitag weiter.
Auch im Kreis Soest wird weiterhin gegen die Folgen des Hochwassers angekämpft. In Lippstadt wurde ein Schutzwall errichtet, um Überflutungen zu verhindern. Der Pegel der Glenne ist am Samstag deutlich gesunken, die Lippe steht jedoch noch sehr hoch mit nur sehr leicht fallender Tendenz.
Hochwasser in Hamm: Ahse, Caldenhof und Soester Straße




Im Kreis Steinfurt führen viele Bäche und Flüsse immer noch deutlich Hochwasser. Aktuell seien in dem Gebiet rund um den Kreis Steinfurt vor allem Teile der Innenstadt von Rheine (Ems), Greven (Ems), Emsdetten (Ems, Mühlenbach), Saerbeck (Ems) und Lotte (Hase, Düte) betroffen. Besonders die Rheda und Einen führen viel Wasser, der Pegel steigt noch.
Hochwasser in NRW: Viele Einsätze über Weihnachten
Alleine in NRW seien laut einem Sprecher des Umweltministeriums in Düsseldorf 940 THW-Helferinnen und Helfer aus fast 60 Ortsverbänden über die Weihnachtstage im Einsatz gewesen.
Derzeit hat sich das Wetter etwas beruhigt und die Einsatzkräfte können ein bisschen aufatmen. An einigen Orten gehen die Pegel der Flüsse langsam zurück. Doch nach kurzer Wetterberuhigung gab es am Freitag den nächste Regen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet seit Freitag, 29. Dezember, mit hohem Niederschlag in NRW – und zwar bis ins neue Jahr. „Der bisherige Pegelhöchststand kann dabei noch übertroffen werden“, erklärt die Feuerwehr Lippetal.
Rubriklistenbild: © Nadine Weigel/dpa